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 <title>Michael D. Eschner - Politik</title>
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 <title>Ausländer rein!</title>
 <link>https://www.mde-net.de/auslaender-rein</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p&gt;In der Zeitschrift &quot;&lt;a href=&quot;http://www.ef-magazin.de/&quot;&gt;eigentümlich frei&lt;/a&gt;&quot; (Juli 2007) macht Rober Grözinger einen interessanten Vorschlag zur Lösung des Einwanderungsproblems, einschließlich Islamismus:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Abschaffung aller Anti-Diskriminierungsmaßnahmen&lt;/strong&gt; (Frauenquoten werden ersatzlos gestrichen, wenn ein Arbeitgeber oder Vermieter z. B. Christen oder Heteros nicht leiden kann, braucht er sie nicht einstellen bzw. an sie zu vermieten, sondern kann von vornherein klar sagen, dass er solche Menschen nicht haben will).&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Legalisierung von Drogen, Glücksspiel und Prostitution&lt;/strong&gt; (jeder hat das Recht, seinen eigenen Weg in die Hölle - genauso wie in den Himmel - zu gehen).&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Abschaffung der nationalen wie internationalen Umverteilung &lt;/strong&gt;(massive Steuersenkung, Streichung aller Subventionen und Sozialleistungen genauso wie der Entwicklungshilfe).&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;Grözinger meint, dass dadurch schlagartig nicht mehr arbeitsscheue Schmarotzer, sondern die Leistungsfähigen und -bereiten, die in der Lage sind, sich selbst zu ernähren, einwandern würden. Ich möchte hinzufügen: Nur die Leistungsfähigen und -bereiten würden in Deutschland bleiben. Wollen wir das? Yep! Denn dadurch steigt unser aller Wohlstand.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt in der Welt nur &lt;strong&gt;wenige reiche Menschen&lt;/strong&gt; und Länder, aber es gibt &lt;strong&gt;Milliarden arme Menschen&lt;/strong&gt;. Durch Umverteilung des Reichtums ist es schlicht nicht möglich, die Milliardenheere der Armen zu ernähren. Umverteilung führt nur dazu, daß wir letztlich alle nichts mehr haben. Nur die Steigerung der Produktivkräfte und des Wohlstands kann langfristig dazu führen, dass alle Menschen, die bereit sind für ihre Nahrung zu arbeiten, menschenwürdig leben können. Wollen wir das? Yep! Denn dann leben wir alle in Wohlstand!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Geld ist nicht alles? Yep! Aber ohne etwas zu fressen zu haben ist alles nichts!&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-taxonomyextra field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/3&quot;&gt;Wirtschaft&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/4&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/15&quot;&gt;Gesellschaft&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;</description>
 <pubDate>Fri, 06 Jul 2007 13:36:13 +0000</pubDate>
 <dc:creator>MDE</dc:creator>
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 <title>Tom Cruise: Ein deutscher Widerstandskämpfer</title>
 <link>https://www.mde-net.de/tom-cruise</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p&gt;Irre, der Schauspieler Tom Cruise, der in einem Stauffenberg-Film den Hitler-Attentäter spielen soll, wird selbst zum Widerstandskämpfer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Reihenweise hagelt es Absagen für Drehgenehmigungen an den Originalschauplätzen. Von kleinen Abgeordneten bis zu entscheidungsgewaltigen Ministern sind sich alle einig: Ein Scientologe, Tom Cruise bekennt sich dazu, darf diese Rolle nicht spielen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man muss sich das wirklich auf der Zunge zergehen lassen: Es geht um einen Film über den Widerstand gegen Hitler - und die Bundesregierung ächtet einen Schauspieler wegen seines privaten religiösen Glaubens. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Unterschied zwischen einer freien und einer faschistischen Gesellschaft, habe ich in der Schule gelernt, besteht u.a. darin, dass in einer freien Gesellschaft jeder glauben kann, was er will, egal wie absurd es ist. Zugegeben, Scientologie ist absurd, aber nicht absurder als der christliche Glaube. Scientologie ist nicht einmal, wie der Islam, für terroristische Neigungen bekannt - aber Islamisten werden sogar durch Steuermittel gefördert. Niemand würde es wagen, gegen einen Schauspieler, der Moslem ist, so vorzugehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die religiöse Unterdrückung in Deutschland hat, wie die langjährige Sektenhysterie zeigt, schon lange wieder ein Ausmaß erreicht, das mit einer freien Gesellschaft inkompatibel ist. Erinnerungen an das Hitler-Reich liegen nahe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So gesehen, muss man bekennen: Tom Cruise, ein deutscher  Widerstandskämpfer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;... und ich persönlich mag weder Tom Cruise noch Scientologie :-(&lt;/p&gt;
&lt;hr size=&quot;2&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-taxonomyextra field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/4&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/31&quot;&gt;Religion&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/15&quot;&gt;Gesellschaft&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/21&quot;&gt;Medien&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;</description>
 <pubDate>Wed, 04 Jul 2007 10:12:40 +0000</pubDate>
 <dc:creator>MDE</dc:creator>
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 <title>Endlich: Kreationismus als Biologie</title>
 <link>https://www.mde-net.de/kreationismus</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p&gt;Wieder mal schafft es die Politik mich zu überraschen. Ich dachte bisher, daß es noch niveauloser nicht ginge. Es geht ...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute ist in der &lt;a href=&quot;http://www.faz.net/s/homepage.html&quot;&gt;F.A.Z&lt;/a&gt;. folgender Artikel zu finden: &quot; Wolff will Schöpfungslehre im Biologieunterricht - Hessens Kultusministerin: Evolutionstheorie in erstaunlicher Übereinstimmung mit der Bibel.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zitat Anfang:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die hessische Kultusministerin Karin Wolff sieht in einer Debatte über die Schöpfungslehre der Bibel die Chance für &quot;eine neue Gemeinsamkeit von Naturwissenschaft und Religion&quot; ...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für Karin Wolff, die von 1986 bis 1995 evangelischen Religionsunterricht an der Darmstädter Edith-Stein-Schule erteilte und die sagt, dass die Bibel für sie &quot;das faszinierendste Buch&quot; und &quot;eine Art Koordinatensystem für mein Leben&quot; sei, kann die Vermittlung christlicher Werte nicht allein Aufgabe des Religionsunterrichts sein ...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der biologischen Evolution und der biblischen Erklärung für die Entstehung der Welt sehe sie keinen Widerspruch, ...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was aber sei wichtiger als die Frage nach dem Sinn des Lebens, nach dem Ursprung des Seins? &quot;Solche Fragen müssen in der Schule nicht nur zugelassen, sondern provoziert werden&quot;, sagt Frau Wolff. Deshalb sollten nicht nur Biologielehrer, sondern alle Pädagogen in ihrem Unterricht über die Deutungen der Welt und des Menschwerdens reflektieren, und hier kämen Wissenschaft und Religion unweigerlich zusammen. &quot;Die Wissenschaft allein gibt auf solche Fragen nämlich keine befriedigende Antwort.&quot; Selbstverständlich erwarte sie umgekehrt von einem Religionslehrer auch, dass er neben den Inhalten der biblischen Schöpfungsgeschichten auch die biologische Entwicklungslehre anspreche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit Kreationismus habe all das nichts zu tun. &quot;Damit habe ich überhaupt nichts am Hut&quot;, stellt Frau Wolff klar. Schöpfungslehre und Evolutionstheorie miteinander in der Schule in Verbindung zu bringen sei jedoch alles andere als verwerflich, sondern vielmehr dringend geboten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zitat Ende&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine durchaus religiöse Argumentation: &lt;strong&gt;An den Schulen soll Kreationismus unterrichtet werden, aber mit Kreationismus habe das nichts zu tun&lt;/strong&gt;. Die Wissenschaft kann keine befriedigenden Antworten auf Sinnfragen geben, aber die Religion kann? Seit wann gibt Religion denn Antworten? Religion fordert vernunftlosen und unkritischen Glauben an unbegründete und unbegründbare Behauptungen. Es ist richtig, daß Wissenschaft Sinnfragen nicht beantwortet, aber Religion erstickt sie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich sollte es ja reichen, wenn der Kreationismus im Religionsunterricht gelehrt wird und nicht auch noch im Biologieunterricht. Damit hat jeder Schüler die Möglichkeit, sich zu entscheiden. Das Problem ist nur: Wer geht noch zum Religionsunterricht? Richtig, immer weniger. Deshalb muß man versuchen, die religiöse Indoktrination in den regulären Unterricht zu verlegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Frau Wolff fordert, daß die Schule zu unkritischer glaubensseeliger Dummheit erziehen soll. Die Behauptung, daß Unterrichtung von Kreationismus mit Kreationismus nichts zu tun habe, zeigt ja deutlich die Ablehnung jeder Vernunft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Verständlich ist diese Forderung sowohl aus religiöser wie aus politischer Sicht. Sowohl Christen als auch Wähler werden immer weniger - die Menschen sind zu vernünftig, um die religiösen und politischen Märchen noch zu glauben. Gegenmittel: &lt;strong&gt;Der  nächsten Generation die Vernunft in der Schule austreiben&lt;/strong&gt;. Dann sollten Religion und Parteien-Politik endlich wieder zu Ehren kommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was fürchten Religion und Politik am meisten? Die Vernunft des mündigen Menschen!&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-taxonomyextra field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/4&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/31&quot;&gt;Religion&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;</description>
 <pubDate>Fri, 29 Jun 2007 13:01:54 +0000</pubDate>
 <dc:creator>MDE</dc:creator>
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 <title>Öffentliche Nahrungsversorgung</title>
 <link>https://www.mde-net.de/georg-reisman</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p&gt;Warum gibt es eigentlich eine öffentliche Gesundheitsversorgung und keine öffentliche Nahrungsversorgung? Ist Nahrung nicht noch wichtiger als Gesundheit?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Genevieve (Gen) LaGreca geht dieser Frage auf wunderbar praktische Art im &lt;a href=&quot;http://georgereisman.com/blog/2007/06/universal-healthcare-is-whats-sicko-by.html&quot;&gt;Georg Reisman Blog&lt;/a&gt; nach.&lt;/p&gt;
&lt;!--break--&gt;&lt;hr size=&quot;2&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-taxonomyextra field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/4&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/15&quot;&gt;Gesellschaft&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;</description>
 <pubDate>Thu, 28 Jun 2007 16:10:31 +0000</pubDate>
 <dc:creator>MDE</dc:creator>
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 <title>Wahl und Demokratur</title>
 <link>https://www.mde-net.de/wahl</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p&gt;Was ist ein Demokrat? Demokratie ist die Herrschaft (kratos) der Mehrheit (demos) über die Minderheit. Qua&lt;strong&gt; Herrschaft &lt;/strong&gt;der Mehrheit geht es also um die Unterdrückung der Minderheit. Ein Demokrat ist jemand, der Mehrheiten organisiert - oder sich daran beteiligt - um Minderheiten zu beherrschen und zu unterdrücken. Jedes Gesetz, welches eine Mehrheit gegen den Willen einer Minderheit beschließt ist offensichtlich ein Akt der Herrschaft und der Unterdrückung. Es handelt sich also bei der Demokratie um die Diktatur der Mehrheit, weshalb man sie besser &lt;strong&gt;Demokratur &lt;/strong&gt;nennen sollte. So weit nichts Neues.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer an Wahlen in einer Demokratur teilnimmt, billigt nicht nur Diktatur, sondern beteiligt sich aktiv daran.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ist ein &lt;strong&gt;Libertär&lt;/strong&gt;er?  Der Libertäre vertritt das einzige Recht, welches &lt;u&gt;jeder&lt;/u&gt; Mensch für sich beansprucht: Das Recht, selbst und unbeeinträchtigt für sein Überleben, seinen Wohlstand und sein Glück sorgen zu dürfen. Das ist das &lt;strong&gt;Recht auf Freiheit&lt;/strong&gt;. Da jeder Mensch dieses Recht für sich beansprucht, kann auch jeder Mensch verlangen, daß alle anderen Menschen es ihm gewähren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Freiheitsrecht ist das einzige Recht jedes Menschen. Daraus ergibt sich, welches Recht der Staat hat - und welche Rechte er nicht hat. Das einzige Recht des Staates ist es, das Freiheitsrecht auch der kleinsten Minderheit zu schützen: &lt;strong&gt;Das Freiheitsrecht des Individuums&lt;/strong&gt;. Alles was darüber hinausgeht, ist Diktatur!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein &lt;strong&gt;libertärer&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;Staat &lt;/strong&gt;schützt die Freiheit des Individuums gegen alle anderen Individuen. Er beschränkt sich also auf den Schutz vor physischer Gewalt und die Durchsetzbarkeit in Freiheit vereinbarter Verträge. Alles andere überläßt er der freien Vereinbarung der Individuen. Das wäre dann keine &quot;kratie&quot; (Herrschaft), sondern eine &quot;nomie&quot; (Ordnung). Man könnte es &quot;&lt;strong&gt;Individunomie&lt;/strong&gt;&quot; nennen, die Ordnung der Individuen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Libertäre können an Demokraturen nicht teilnehmen, denn damit würden sie sich an der Herrschaft von Menschen über Menschen beteiligen. Sie können in Demokraturen weder Parteien gründen, noch sich an Wahlen aktiv (gewählt werden) oder passiv (wählen) beteiligen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie kann dann jemals eine libertärer Staat entstehen? Interessante Frage. Anfangen könnten wir damit, den libertären Staat privat und öffentlich zu propagieren. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch die Demokratie begann als Theorie - ohne Aussicht auf Durchsetzbarkeit ;-)&lt;/p&gt;
&lt;hr size=&quot;2&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-taxonomyextra field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/4&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;</description>
 <pubDate>Sun, 03 Jun 2007 19:22:53 +0000</pubDate>
 <dc:creator>MDE</dc:creator>
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 <title>Der Kunde zahlt!</title>
 <link>https://www.mde-net.de/kunden-zahlen</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p&gt;&quot;Wer voll arbeitet, muss davon anständig leben können&quot;, erklärte der SPD-Parteivorsitzende Kurt Beck in der &quot;Bild am Sonntag&quot;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja, bin ich auch dafür. So sollte es sein. Aber &quot;muss&quot;? Kann es sein, daß Herr Beck nicht versteht wie Wirtschaft funktioniert?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da Herr Beck sich so schwammig ausdrückt wird nicht klar wieviel Arbeit &quot;voll arbeitet&quot; sein soll. Genausowenig wird deutlich wieviel Geld zum &quot;anständig leben&quot; gehört. Immerhin benennt Beck in dem Interview einen Stundenlohn von etwa 8.-- Euro der ihm so vorschwebt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Stundenlohn von 8.-- Euro kostet die Firma die diesen Stundenlohn zahlen muß einschließlich aller Steuern, Abgaben, Sozialleistungen etc. rund 16.-- Euro. Wer zahlt diesen Lohn? Die Firma? Falsch!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Firma stellt Waren her. Für die Herstellung muß Rohmaterial eingekauft werden und Arbeiter die das Rohmaterial zum Produkt verarbeiten müssen bezahlt werden. Nehmen wir an, daß ein Arbeiter pro Stunde ein Stück  Ware herstellt und dafür Rohmaterial für  4.-- Euro verbraucht. Die Herstellungskosten betragen also 20.-- Euro.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit die Firma nicht pleite geht - und dann gar keine Arbeiter mehr bezahlen kann - muß die Ware für mindestens 20.-- Euro verkauft werden. Die Ware wird nun auf dem Markt angeboten. Nehmen wir der Einfachheit halber an, daß die Ware direkt dem Endverbraucher (Kunde) angeboten wird. Wenn der Kunde die gesamte hergestellte Ware kauft, können Rohstoffe und Arbeiter bezahlt werden. Wenn nicht, dann nicht. So einfach ist das.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was geschieht, wenn der Kunde nicht bereit ist 20.-- Euro zu zahlen, sondern die Ware nur für 12.-- Euro kaufen würde? Die Ware bleibt entweder liegen und die Firma geht pleite oder sie muß den Verkaufspreis auf 12.-- Euro senken. Im letzteren Fall geht sie auch pleite oder sie muß Kosten sparen, bei den Rohstoffen oder bei den Arbeitern, um die Ware für 12.-- Euro herstellen zu  können. Vielleicht kann die  Firma bei den Rohstoffen noch einige Cents rauskratzen, aber  die Rohstoffe werden auch von Arbeitern hergestellt, die dadurch weniger verdienen würden. Letztlich hat die Firma nur die Wahl ihren Arbeitern zu sagen: Wie können euch nur weiter beschäftigen, wenn ihr künftig für 4.-- Euro pro Stunde arbeitet, ansonsten müssen wir die Firma schließen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja, da haben wir also den Schuldigen gefunden, den Kunden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn also, wie Herr Beck sagt, wer voll arbeitet davon anständig leben können &#039;muss&#039;, ist die einzige  Maßnahme die das garantieren kann ein Gesetz, welches alle  Kunden verpflichtet, alle produzierten Waren zum Herstellungpreis abzunehmen - was man dann natürlich durch Strafandrohung durchsetzen muß. Es ist offensichtlich: Wenn Sie nicht am Monatsende mit 30 Packungen Waschmitteln aber ohne Lebensmittel da sitzen wollen muß irgendjemand die Produktionsmengen planen und den Firmen zu produzierende Stückzahlen vorgeben. Damit wären wir wieder in einer Planwirtschaft a la DDR gelandet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was fordert Herr Beck also? Zurück in die DDR. Deren Wirtschaftssystem ist an der Unfähigkeit jeder Planwirtschaft Nachfrage und Angebot auszugleichen, mehr noch: reale Kosten zu ermitteln, gescheitert. Das kümmert Herrn Beck offensichtlich nicht. Andererseits will er wohl nicht wirklich zurück in die DDR.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was will er dann? Wählerstimmen! Die Rechnung ist einfach. Von der Forderung nach einem Mindestlohn verspricht man sich Wählerstimmen. Wenn man dann den Mindestlohn so niedrig festlegt, daß nur ein kleiner Teil der Arbeiter betroffen ist, werden einige eine kleine Lohnerhöhung bekommen, wenn das Geld dafür woanders eingespart werden kann, die anderen werden entlassen werden, weil der Kunde die höheren Preise nicht bezahlt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist ein Spiel bei dem einige Arbeiter etwas mehr Geld bekommen, dafür andere Arbeiter arbeitslos werden und gar kein Geld mehr bekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sind unsere Politiker nicht - echt -  menschenfreundlich?&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-taxonomyextra field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/3&quot;&gt;Wirtschaft&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/4&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;</description>
 <pubDate>Sun, 29 Apr 2007 11:05:36 +0000</pubDate>
 <dc:creator>MDE</dc:creator>
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 <title>Erzwungene Freiwilligkeit</title>
 <link>https://www.mde-net.de/raucher-diskriminierung</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p&gt;Tagesschau.de brachte heute einen Bericht über das Raucher-Diskriminierungs-Gesetz: &quot;Quantensprung, Blamage oder gar eine Diskriminierung?&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&quot;Der FDP-Gesundheitspolitiker Detlef Parr beklagte, dass seit Sommer 2006 gegen Raucher eine diskriminierende Kampagne geführt werde. Dabei seien die Gefahren des Rauchens doch bekannt, und die Menschen reagierten freiwillig darauf. Es sei typisch deutsch, immer zuerst an Verbote zu denken. Verbraucherminister Seehofer wies dies zurück. &quot;&lt;strong&gt;Die Freiwilligkeit ist gescheitert&lt;/strong&gt;&quot;, sagte der CSU-Politiker. Nach 15 Jahren Debatte sei es nun Zeit zu Handeln.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Interessante Idee: Wie kann Freiwilligkeit scheitern? Unverständlich? Gut, ich helfe!&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;Politiker verlangen, daß X getan werden muß.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Politiker sind großzügig und sagen: Ihr dürft das freiwillig tun, aber wenn ihr es nicht tut, werden wir Zwangsmaßnahmen ergreifen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Das Verlangte geschieht oder es geschieht nicht.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Politiker entscheiden, es sei nicht geschehen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Es wird ein Gesetz erlassen, durch welches X erzwungen wird.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;Wir sehen also, Freiwilligkeit, in seiner eigentlichen Bedeutung von frei entscheiden können, lag nie vor. Was Politiker mit &quot;Freiheit&quot; meinen ist: Entweder ihr tut ohne Zwang was wir sagen oder ihr werdet gezwungen zu tun was wir sagen. Ihr werdet auf jeden Fall tun was wir sagen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wo ist in diesem Ablauf eine Möglichkeit zu freier Entscheidung gegeben? Nirgendwo. &quot;Gescheiterte Freiwilligkeit&quot; ist nur orwellsches Newspeak für Unfreiwilligkeit: Zwang.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Gleichsetzung von Demokratie mit Freiheit ist eine Ideologie die von den Tatsachen widerlegt wird. Es gibt freiheitliche und unfreiheitliche Demokratien. Eine Demokratie in der Freiwilligkeit scheitern kann, ist offensichtlich keine freiheitliche Demokratie. Freundlich ausgedrückt: eine paternalistische Demokratie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;PRD = Paternalistische Republik Deutschland.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ah, da habe ich etwas übersehen. Wir heißen ja gar nicht &quot;Bundesdemokratie Deutschland&quot;, sondern &quot;Bundesrepublik&quot;. Eine Republik hatten schon die antiken Römer - in trauter Eintracht mit Sklaven. Sklaven, natürlich, weil die Freiwilligkeit gescheitert war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Morituri te salutant!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-taxonomyextra field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/4&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;</description>
 <pubDate>Fri, 27 Apr 2007 12:31:22 +0000</pubDate>
 <dc:creator>MDE</dc:creator>
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 <title>Tödlich</title>
 <link>https://www.mde-net.de/raucher</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p&gt;Rauchen ist, so belehrt mich meine Schachtel Zigarillos, tödlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist eine, gesetzlich erzwungene, Lüge. Manche Raucher werden uralt. Bestenfalls könnte man sagen, daß Rauchen die Wahrscheinlichkeit tödlicher Krankheiten (Lungenkrebs etc.) erhöht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum steht nicht auf jedem Auto: Autofahren ist tödlich? Sterben etwa so viel weniger Menschen im Straßenverkehr und an Abgas bedingten Krankheiten als durch Rauchen, daß dieses Risiko nicht bewarnenswert ist?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum steht nicht auf jedem Lebensmittel: Essen ist tödlich? Fettleibigkeit ist ein Massenphänomen und verkürzt, so sagen die Ärzte, die Lebensdauer. Was ist mit der ganzen Chemie, den Schädlingsgiften etc. in der Nahrung? Sind die etwa gesundheitsfördernd?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum muß nicht jeder Mensch eine Aufschrift tragen: &quot;Leben ist tödlich!&quot;? Wenn überhaupt etwas tödlich ist, dann doch wohl das Leben. Was könnte es tödlicheres geben?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ich fordere ein Gesetz&lt;/strong&gt;: Jedem Menschen muß bei der Geburt auf die Stirn tätowiert werden, &quot;Leben ist tödlich!&quot;. Wer diese Tätowierung nicht trägt, wird mit dem Tode bestraft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Außerdem: Leben in Gaststätten verboten! In allen öffentlichen Gebäuden sowieso. Lebende Politiker verboten - wir wollen Zombies. Uh, haben wir die vielleicht schon?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man wird ja wohl noch fragen dürfen. Oder nicht? Gibt es schon Gesetze gegen Fragen? Wie war das im Dritten Reich? Lies im Gesetz nach ... die falsche Frage bringt Dich in den Knast!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oh Vater Staat du edles Gut&lt;br /&gt;
	Dir zu trotzen, wer hat den Mut&lt;br /&gt;
	Du willst nur unser Bestes ...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;werden wir es Dir geben?&lt;/p&gt;
&lt;hr size=&quot;2&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-taxonomyextra field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/4&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;</description>
 <pubDate>Fri, 20 Apr 2007 12:24:28 +0000</pubDate>
 <dc:creator>MDE</dc:creator>
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 <title>Rekord-Amokläufer</title>
 <link>https://www.mde-net.de/amoklaeufer</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p&gt;Nun haben wir also einen neuen Rekord: Amokläufer tötet 32 Menschen. Wo? Auf dem Campus der Virginia-Tech-Universität. Wer? Der 23-jährige gebürtige Südkoreaner Cho Seung Hui. Systemtheoretiker würden in ihrem üblichen Duktus wohl fragen: &quot;Wie?&quot; Aber das scheint mir makaber.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Die Normalfrage wäre: &lt;strong&gt;Warum? &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		Politiker können die übliche Antwort &quot;gewaltverherrlichende Computerspiele&quot; auspacken. Damit ist alles klar, einige neue Gesetze und das Problem ist beseitigt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Hans Magnus Enzensberger gibt in &quot;Schreckens Männer&quot; die Antwort: &quot;Größenphantasie und Rachsucht, Männlichkeitswahn und Todeswunsch gehen auf der verzweifelten Suche nach einem Sündenbock eine brisante Mischung ein, bis der radikale Verlierer explodiert und sich und andere für sein eigenes Versagen bestraft.&quot; Schlußfolgerung: &quot;Damit wird eine Weltgesellschaft, ... die fortwährend neue Verlierer produziert, leben müssen.&quot; Also ein wenig Einsicht in die &#039;Realzusammenhänge&#039; und wir finden uns damit ab.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Eine rezente Studie des &quot;Institut Rheingold&quot; (tiefenpsychologische Markt- und Medienforschung) berichtet: &quot;Jugendliche wissen nicht mehr, wofür sie gebraucht werden, wofür sie kämpfen und wogegen sie rebellieren können&quot;. Jugendliche, meinen die Forscher, träumen davon Superstar zu werden und haben gleichzeitig Angst vor Harz IV. Ihr Weltbild schwanke &quot;zwischen Himmel und Hölle&quot;. Gut, gut, dann müssen wir diesen orientierungslosen Schäfchen eben geben, was sie von den Erwachsenen erwarten: Klartext und Standpunkt. Dummerweise nicht um diese Positionen zu übernehmen, &quot;sondern um eigene Gegenpositionen entwickeln zu können&quot;. Was das Rezept leider ins Paradox treibt. &lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;a href=&quot;http://www.elfriedejelinek.com/&quot;&gt;Elfriede Jelinek&lt;/a&gt; schreibt im &lt;a href=&quot;http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~E4087C7695B4D4949A901CF77A8BE1A8A~ATpl~Ecommon~Scontent.html&quot;&gt;FAZ-Interview&lt;/a&gt;  - und das scheint thematisch zu passen: &quot;Es ist der Neid derer, die nicht leben können (wie ich), auf die Lebenden, den ich hier paradigmatisch abzuhandeln versuche. Ich bin nicht tot, aber ich empfinde mich als eine lebende Tote,&quot; - was sie auf eine &quot;psychische Erkrankung&quot; zurückführt. Was immer das bedeuten mag, sie meint jedenfalls: Ich kann nicht anders&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;
	Da haben wir also einige Antworten: neue Gesetze, damit abfinden, Paradox und: &quot;Hier stehe ich, ich kann nicht anders&quot;. An diese &#039;Problemlösungen&#039; mag glauben wer will - mir ist das alles nicht besonders plausibel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Viktor E. Frankl hat schon in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts auf die Gefahren hingewiesen, die der Sinn- und Orientierungsverlust der Menschen unter den Bedingungen der Moderne (Kontingenz: alles ist auch anders möglich) mit sich bringt. Die Antwort lautet dann: &lt;strong&gt;Sinnorientierung&lt;/strong&gt;. Aber, darauf weist  Frankl hin: &lt;strong&gt;Sinn ist etwas, was nicht gegeben werden kann, sondern selbst gefunden werden muß. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sind offensichtlich für Sinn nicht zuständig und die Religion &#039;gibt&#039; Sinn, der, weil Sinn eben selbst gefunden werden muß, kein plausibler Sinn sein kann: Du wirst daran glauben -  oder du wirst dran glauben. So gesehen sind Terroristen ausgesprochen religiös.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Martin Heidegger wechselt die religiöse Perspektive: &quot;Nur noch ein Gott kann uns retten. Die einzige Möglichkeit einer Rettung sehe ich darin, im Denken und im Dichten eine Bereitschaft vorzubereiten für die Erscheinung des Gottes oder die Abwesenheit des Gottes im Untergang; daß wir nicht, grob gesagt, &#039;verrecken&#039;, sondern wenn wir untergehen, im Angesicht des abwesenden Gottes untergehen.&quot; (Martin Heidegger Spiegel-Gespräch, Der Spiegel, 23. September 1966. )&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Niklas Luhmann hält dagegen: &quot;Tatsächlich liegt das, glaube ich, an einem Grundproblem, das man auch in der Wissenschaft findet oder auch in der Wirtschaftstheorie, daß nämlich das Problem der Referenz nach außen hin fraglich geworden ist, daß man also nicht mehr Objekte, Leistungen, wirtschaftlicher, erkenntnismäßiger, künstlerischer Art an einer Entsprechung nach außen hin messen kann, welche Qualität auch immer man dann zusätzlich noch fordert, sondern das ganze Problem in die Differenz von Selbstreferenz und Fremdreferenz verlagert wird; daß es also irgendwie darauf ankommt, nicht nur sich selber, aber auch nicht nur etwas anderes zu bezeichnen, sondern eine Kombination zu finden. Dadurch, daß man selber ist, was man ist, kann man auch gleichzeitig in der Welt sein. Darin sehe ich eine Struktur der modernen Gesellschaft oder eine Struktur der Intellektualität, die die moderne Gesellschaft eigentlich erfordern würde.&quot; (Luhmann - Aus: Bielefelder Stadtblatt vom 30. September, 1990, S.10 Im Gespräch).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Worauf können wir uns nun verlassen? Mit Sicherheit darauf, daß der neue Amokrekord bald überboten werden wird. BTW, sind 32 Tote ziemlich lächerlich gegen die Massen von Toten die täglich andernorts auf der Welt &#039;produziert&#039; werden. Könnte es da Zusammenhänge geben?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Fassen wir zusammen:&lt;/p&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;
	&lt;strong&gt;Als die Büchse der Pandora auf Erden erschien,&lt;br /&gt;
	Da begann vor der Sorge die Freude zu fliehn.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
	(Lord Byron)&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;
	Schönen Tag noch ...&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-taxonomyextra field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/4&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/31&quot;&gt;Religion&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/15&quot;&gt;Gesellschaft&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;</description>
 <pubDate>Tue, 17 Apr 2007 16:26:23 +0000</pubDate>
 <dc:creator>MDE</dc:creator>
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 <title>Die Selbstachtung terroristischer Selbstmordattentäter</title>
 <link>https://www.mde-net.de/selbstachtung</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p&gt;Auf &lt;a href=&quot;http://www.heise.de&quot;&gt;www.heise.de&lt;/a&gt; las ich heute, daß Kurt Vonnegut gestorben ist. Das ist vielleicht nur für die Leser der Bücher dieses Autors interessant. Aber zum Schluß der Meldung folgte eine politisch interessante Bemerkung:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;
	Zuletzt erregte Vonnegut mit einem Interview für Aufsehen, in dem er Verständnis für terroristische Selbstmordattentäter zeigte, die ihre Selbstachtung retten wollen. Weil der Interviewer Kurt Vonnegut für geisteskrank erklärte, schrieb sein Sohn, der Schriftsteller Mark Vonnegut: &quot;Wenn jemand nicht verstehen kann, was ein geistig rüstiger 83-Jähriger damit sagen will, dann sollten wir uns vielleicht Sorgen darüber machen, ob wir den Feind überhaupt verstehen, der gegen uns antritt.&quot; &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/newsticker/meldung/88140/from/rss09&quot;&gt;Quelle&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Ich denke, darüber müssen wir uns keine Sorgen mehr machen. Wir verstehen nicht! Deshalb werden wir diesen Krieg ( vermutlich) nicht verlieren - wir haben ja die besseren Waffen - aber eben auch: nicht gewinnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Die Gut / Böse Unterscheidung führt zu Achtung / Ächtung und ist deshalb polemogen (kriegerzeugend). Solche Kompaktformeln zu unterlaufen und Fragen nach der Beziehung zwischen Terrorismus und Selbstachtung zu stellen ist krank. Warum? Vielleicht weil in dieser Richtung Lösungsansätze erkennbar werden könnten - die unsere eigene Selbstachtung nicht ungeschoren lassen?&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-taxonomyextra field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/4&quot;&gt;Politik&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;</description>
 <pubDate>Thu, 12 Apr 2007 13:11:39 +0000</pubDate>
 <dc:creator>MDE</dc:creator>
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