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 <title>Michael D. Eschner - Eltern</title>
 <link>https://www.mde-net.de/taxonomy/term/38</link>
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 <title>Thelema für Eltern</title>
 <link>https://www.mde-net.de/thelema-eltern</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p align=&quot;center&quot;&gt;&lt;strong&gt;Egal was du deinem Kind erzählst,&lt;br /&gt;
	es wird dir nachmachen was du tust!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viele Thelemiten haben Kinder - und damit die Probleme, die alle Eltern haben: Was kann ich tun, um meinem Kind einen richtig guten &lt;strong&gt;Start&lt;/strong&gt; ins Leben zu geben?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Aus thelemischer Sicht können auf diese Frage einige Antworten gegeben werden. Aber alle Antworten, die ich hier anbiete, sind meine Antworten und sie bleiben auf der Ebene allgemeiner &lt;strong&gt;Prinzipien&lt;/strong&gt;. Die konkret auftretenden Probleme können Eltern nur in jeder Situation mit ihren Kindern gemeinsam lösen. Dennoch sind Prinzipien hilfreiche Mittel zur Orientierung.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Soll ich mir Kinder zulegen?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Auf diese Frage gibt es keine allgemeine Antwort. Es handelt sich um eine ganz &lt;strong&gt;persönliche &lt;/strong&gt;Entscheidung, die auf mehreren Ebenen bedacht werden sollte:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Kopf&lt;/strong&gt;: Welche Konsequenzen bringt es mit sich, wenn ich ein Kind habe? Was wird sich in meinem Leben verändern? Was sagt mein Partner dazu? Kann ich dem Kind eine sichere und verlässliche Familie (Mann und Frau) schaffen?&lt;br /&gt;
		Bedenke: Eine vollständige Sozialisierung braucht &lt;u&gt;Rollenvorbilder&lt;/u&gt; beider Geschlechter.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Herz&lt;/strong&gt;: Bin ich fähig zu lieben? Liebe ich Kinder? Werde ich mein Kind bedingungslos lieben, egal was es anstellt?&lt;br /&gt;
		Bedenke: Keine Moral kann Liebe zu den eigenen Kindern vorschreiben, denn Liebe kann nicht gefordert werden: &lt;u&gt;Liebe ist ein Geschenk&lt;/u&gt;!&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Hand&lt;/strong&gt;: Habe ich die Zeit und die Fertigkeiten, mit meinem Kind zu spielen? Basteln? Singen? Habe ich die haushälterischen Fertigkeiten, die ein Kind benötigt? Kochen? Waschen? Trockenlegen?&lt;br /&gt;
		Bedenke: Erfolgreich handeln kann dein Kind nur von dir lernen - nur, wenn du es &lt;u&gt;vorführst&lt;/u&gt;.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Es geht nicht darum, auf jede dieser Fragen die perfekte Antwort zu finden. Aber man sollte sich darüber klar werden, was man einbringen kann und wird und was nicht. Danach hat man eine bessere &lt;strong&gt;Entscheidungsgrundlage&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Manche Eltern stellen diese Frage erst, wenn sie erfahren haben, dass die Frau schwanger ist. Damit stellt sich die Frage der &lt;strong&gt;Abtreibung&lt;/strong&gt;. Mache dir eins klar: Es gibt diesbezüglich rechtliche Regelungen, aber keinerlei moralische Pflichten. Natürlich gibt es Leute, die dir moralische Pflichten einreden wollen. Aber egal was jemand dazu sagt, es ist &lt;u&gt;seine&lt;/u&gt; Meinung, weder eine göttliche Wahrheit, noch eine Pflicht der Natur. Abtreiben ist kein bisschen moralischer, als nicht abtreiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Wenn du kein Kind haben willst, dir eine Abtreibung aber dennoch Bauchschmerzen bereitet, kannst du das Kind nach der Geburt zur &lt;strong&gt;Adoption&lt;/strong&gt; freigeben. Das ist auch für das Kind immer noch besser, als wenn du mit einem Kind dasitzt, das du nicht haben willst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Egal wie du dich entscheidest: Du allein musst die Entscheidung treffen und dann - damit leben.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Welche Erziehungsmethode ist die Beste?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Natürlich die Methode,&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		mit der du am besten umgehen kannst und&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		bei der das Kind am glücklichsten ist und&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		am besten auf das Leben vorbereitet wird.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Ein Punkt scheint mir ganz extrem wichtig: Menschen sind, wie die Systemtheorie sagt, informationell geschlossene Systeme. Einfacher gesagt: Du kannst keine Bedeutung in die Psyche des Kindes übertragen. Egal was du tust und egal wie du es meinst: &lt;strong&gt;Das Kind entscheidet immer selbst&lt;/strong&gt;, was es erlebt und wie es das versteht. Daran kannst du nichts ändern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Deshalb: Eltern sind nicht die Schöpfer des Kindes. &lt;strong&gt;Das Kind ist sein eigener Schöpfer&lt;/strong&gt;. Eltern sollten sich als Berater und Helfer verstehen - und sich damit bescheiden. Sag allem selbstherrlichen Gestalten-wollen ab. Denke im Umgang mit dem Kind nicht an dich oder daran, was andere Leute sagen: Denke nur an das Kind und dessen Zukunft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir können das in drei Grundsätze kondensieren:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Kind&lt;/strong&gt;: Hilf mir, es selbst zu tun.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Eltern&lt;/strong&gt;: Freiheit so viel wie möglich, Grenzen so wenig wie möglich - aber nicht weniger.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Gemeinsam&lt;/strong&gt;: Die Herstellung einer inneren und äußeren dialogischen Offenheit, in der Kind und Eltern ihre Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten zum Einsatz bringen und ihr Leben bereichern können. Frag-Würdigkeiten erzeugen, &lt;u&gt;Fragen&lt;/u&gt; stellen und das Kind selbst denken lassen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Es gibt &lt;strong&gt;drei pädagogische Ansätze&lt;/strong&gt;, die unter diesen Prämissen (bedingt) empfohlen werden können:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Montessorip%C3%A4dagogik&quot;&gt;Montessoripädagogik&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;: Hier wäre meine Einschränkung, dass ich es für falsch halte, sowohl auf Belohnungen wie auf Bestrafungen zu verzichten und der Aspekt des Gesprächs zu kurz kommt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Kentenich-P%C3%A4dagogik&quot;&gt;Kentenich-Pädagogik&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;: Hier wäre meine Einschränkung, dass die Methode einige sehr gute Ansätze enthält, aber dringend der Reinigung von ideologischem Klimbim (christliche Religion) bedarf.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Triple_P&quot;&gt;Triple P&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;: Die hier gegebenen Regeln sind nützlich als Orientierungen, dürfen jedoch nicht schematisch angewendet werden: Kinder brauchen Zuwendung und Liebe.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Wenn du in diesem Rahmen forschst und experimentierst - Kinder großziehen ist immer ein Experiment - wirst du deinen Stil finden können.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Welche Werte soll ich meinem Kind vermitteln?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Du kannst deinem Kind keine Werte vermitteln. Das Kind erforscht und formt seine Werte selbst. Aber du kannst deinem Kind helfen, indem du deine Werte &lt;strong&gt;vorlebst&lt;/strong&gt; und das Kind &lt;strong&gt;fragend&lt;/strong&gt; dabei unterstützt, Werte zu erkunden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Ein Mensch ohne Werte irrt im Leben ziellos herum und hat keine Ahnung, was er mit seinem Leben anfangen soll. Es gehört deshalb zu den wesentlichen Aufgaben von Eltern, ihrem Kind zu Werten zu verhelfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	&lt;strong&gt;Werte&lt;/strong&gt; sind Zustände, die man erhalten und Ziele, die man erreichen will. Selbstachtung will man sich erhalten und Glück will man erreichen. Wenn du wissen willst, was deine Werte sind, schaue dir an, welche Ziele du anstrebst. Nein, nicht welche Ziele du denkst anzustreben oder anstreben zu müssen. Schaue dir an, was du tatsächlich tust, und welche Ziele du damit faktisch erreichst, bzw. welche Zustände du damit faktisch erhältst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Genau das sind die Werte, die du deinem Kind vorleben wirst. Keine anderen. Das Kind wird dir nichts glauben, was du nicht selbst tust. Wenn du versuchst, deinem Kind Werte zu vermitteln, die du selbst nicht beobachtbar lebst, wirst du dein Kind zum &lt;strong&gt;Heuchler &lt;/strong&gt;erziehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	So, mehr werde ich dir hier über Werte nicht erzählen. Du kannst und sollst nicht meine, sondern deine Werte vermitteln. Über meine Werte kannst du aber auf anderen Seiten meiner Website alles erfahren, was du wissen willst. Hm, na gut, eine Ausnahme ...&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Primäre Gewalt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Gewalt initiieren, ist das absolut Böse. Punkt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist &lt;u&gt;meine&lt;/u&gt; Überzeugung. Ich würde alles tun, damit meine Kinder das verstehen, lernen, erfahren und als unerschütterliche Überzeugung mit ins Leben nehmen. Natürlich kann man diese Überzeugung Kindern genausowenig einbläuen wie andere Werte. So wenig es Eltern gefallen mag, die diese Überzeugung mit mir teilen: Auch bei diesem Punkt müssen wir dem Kind Frage-, Antwort-, Lern- und Erlebensräume eröffnen - und am Ende wird es &lt;u&gt;seine&lt;/u&gt; Entscheidung treffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sekundäre Gewalt (Notwehr, Zurückschlagen, sich wehren) ist eine andere Sache. Ich denke: Gewalt ist die Negation alles Menschlichen - und genau deshalb ist es die Pflicht jedes Menschen &lt;u&gt;als&lt;/u&gt; Mensch, der Gewalt keinen Fußbreit nachzugeben.&lt;/p&gt;
&lt;p align=&quot;center&quot;&gt;&lt;strong&gt;&quot;An alle Himmel schreib ichs an,&lt;br /&gt;
	die diesen Ball umspannen:&lt;br /&gt;
	Nicht der Tyrann ist ein schimpflicher Mann,&lt;br /&gt;
	aber der Knecht des Tyrannen.&quot;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
	(Christian Morgenstern)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber auch hier, kannst du deinem Kind nur &lt;u&gt;deine &lt;/u&gt;Überzeugungen vorleben.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Soll ich mein Kind zum Thelemiten erziehen?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nein&lt;/strong&gt;, gib deinem Kind keinerlei Antworten vor: Erziehe es zum &lt;strong&gt;Selberdenken&lt;/strong&gt;. Erkunde mit ihm Antworträume - und lasse das Kind seine Entscheidungen selbst finden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Christentum ist eine derart abstruse Ideologie, dass es, um Gläubige zu gewinnen, auf die Indoktrination wehrloser Kinder angewiesen ist. Thelema hat solche &#039;Gehirnwäsche&#039; nicht nötig. Lehre dein Kind, indem du es vorlebst:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Vernünftig denken und neugierig die Welt beschnüffeln,&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Zärtlich fühlen und &quot;Gefühle sind erlaubt&quot;,&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Schöpferisch, produktiv und erfolgreich handeln.&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Dann hast du dein Kind im &lt;u&gt;Geist von Thelema&lt;/u&gt; erzogen. Dein Kind wird einen guten Start haben. Den Rest muss es dann, als Erwachsener, selbst entscheiden.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Zum Abschluss ...&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;drei Zitate von einem der größten deutschen Philosophen: Georg Wilhelm Friedrich Hegel (* 27. August 1770 in Stuttgart; † 14. November 1831 in Berlin):&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;
	&quot;Die Pflicht des Gehorsams der Kinder ist ihr Recht, zu freien Menschen erzogen zu werden.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	&quot;Das wahrhafte Wesen der Liebe besteht darin, das Bewußtsein seiner selbst aufzugeben, sich in einem anderen Selbst zu vergessen, doch in diesem Vergehen und Vergessen sich erst selber zu haben und zu besitzen.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	&quot;Es kann in unseren Tagen nicht oft genug daran erinnert werden, daß das, wodurch sich der Mensch vom Tiere unterscheidet, das Denken ist.&quot;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;hr size=&quot;2&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-taxonomy-vocabulary-4 field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/38&quot;&gt;Eltern&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/37&quot;&gt;Kinder&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/24&quot;&gt;Thelema&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-vg-wort-story field-type-text field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://vg06.met.vgwort.de/na/991398a394754638abab74d6dfe3ab44&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Fri, 22 Jun 2007 21:33:22 +0000</pubDate>
 <dc:creator>MDE</dc:creator>
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