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 <title>Michael D. Eschner - Liber L vel Legis</title>
 <link>https://www.mde-net.de/taxonomy/term/35</link>
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 <title>Thelema: Was ist Thelema?</title>
 <link>https://www.mde-net.de/was-ist-thelema</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p&gt;Thelema ist eine andere Art zu leben. Anders als das gewöhnliche Vor-sich-hinleben. &quot;Thelema&quot; ist das altgriechische Wort für &quot;schöpferischen Willen&quot;. Es geht darum, sein Leben bewußt und willentlich in ein blühendes Leben zu verwandeln. In diesem Prozeß erschafft der Thelemit sich als individuelles Selbst: neugierig, zärtlich, freundlich, ekstatisch und - was ihm sonst noch wichtig ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Grundlage von Thelema ist das &lt;a href=&quot;../../../../../../node/78&quot; title=&quot;Eine gaaanz einfache Einführung in das Grundlagenwerk von Thelema&quot;&gt;&quot;Liber L vel Legis&quot;&lt;/a&gt;. Ein psychoaktiver Text der zu eigenem Willen, Denken und Handeln provoziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Persönliches:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		Wenn - und nur &lt;strong&gt;wenn &lt;/strong&gt;- man für sich ein blühendes, glückliches und erfolgreiches Leben erschaffen will, gibt es &lt;strong&gt;keine Alternative zu Thelema&lt;/strong&gt;.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Ob&lt;/strong&gt; ein Mensch ein blühendes, glückliches und erfolgreiches Leben will, ist &lt;strong&gt;einzig und allein seine Entscheidung&lt;/strong&gt;.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Beide Thesen werde ich auf dieser Website &lt;strong&gt;argumentativ &lt;/strong&gt;vertreten. Die Basis der Argumentation ist:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		Um ein blühendes, glückliches und erfolgreiches Leben zu gestalten, gibt es &lt;strong&gt;notwendige &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;do&#039;s and dont&#039;s&lt;/strong&gt;. Sie sind von der Art der do&#039;s and dont&#039;s des reinen Überlebens (wer leben will, muß atmen, trinken, essen usw.), gehen aber über diese hinaus: Blühendes Leben ist mehr als nur Überleben.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Thelema ist die &lt;strong&gt;einzige Art des Lebens&lt;/strong&gt;, die genau diese notwendigen do&#039;s and dont&#039;s fordert und fördert.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Thelemit &lt;/strong&gt;ist nicht, wer sich selbst so nennt, sondern wer diese do&#039;s and dont&#039;s praktisch lebt.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Einwände &lt;/strong&gt;des Typs: &quot;der weiß alles besser&quot;, &quot;ich glaube etwas anderes&quot;, &quot;kennst Du die einzige Wahrheit&quot;, &quot;Du mußt doch auch die Meinung anderer respektieren&quot; etc. interessieren mich nicht. Jedoch: &lt;strong&gt;Argumente &lt;/strong&gt;sind jederzeit willkommen - und nur Argumente interessieren mich.&lt;/p&gt;
&lt;hr size=&quot;2&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weitere Infos&lt;/strong&gt;: &lt;a href=&quot;../../../../../../node/2&quot; title=&quot;Eine einfache, kurze und etwas oberflächliche Beschreibung&quot;&gt;Wer-wie-was ist Thelema?&lt;/a&gt; • &lt;a href=&quot;../../../../../../node/78&quot; title=&quot;Eine gaaanz einfache Einführung in das Grundlagenwerk von Thelema&quot;&gt;&quot;Liber L vel Legis&quot; für Dummies&lt;/a&gt; • &lt;a href=&quot;../../../../../../node/38&quot; title=&quot;Eine Darstellung der thelemischen Einstellung zum Leben, zu Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kunst&quot;&gt;Thelema - die andere Art des Lebens&lt;/a&gt; • &lt;a href=&quot;../../../../../../node/84&quot;&gt;Wie man Thelemit wird&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-taxonomy-vocabulary-4 field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/27&quot;&gt;FAQ&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/26&quot;&gt;Lebens-Wissen&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/35&quot;&gt;Liber L vel Legis&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/24&quot;&gt;Thelema&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;</description>
 <pubDate>Sat, 23 Jun 2007 11:36:41 +0000</pubDate>
 <dc:creator>MDE</dc:creator>
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 <title>Magie für Dummies</title>
 <link>https://www.mde-net.de/magie</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p align=&quot;center&quot;&gt;&lt;strong&gt;MagiG bedeutet:&lt;br /&gt;
	Bestellungen bei den Göttern aufgeben.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vorbemerkung&lt;/strong&gt;: Das Folgende erhebt keinen Anspruch auf philosophische Validität. Es geht nur um eine pragmatisch orientierte Handlungsanleitung.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Magie und MagiG&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Magie ist ein sehr weiter Begriff. Verschiedene Menschen verstehen darunter sehr verschiedene Handlungsarten:&lt;/p&gt;
&lt;p align=&quot;center&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Magie&quot; src=&quot;/files/mde/image/Thelema/Magie_fuer_Dummies/Magische_Praktiken.jpg&quot; style=&quot;width: 501px; height: 101px;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		die &lt;strong&gt;Bühnenmagie&lt;/strong&gt;, welche uns mit Zaubertricks unterhält&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		die &lt;strong&gt;Geisterbeschwörungen&lt;/strong&gt; z. B. nach dem Manuskript &quot;Schlüssel des Königs Salomon&quot;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		die &lt;strong&gt;Volksmagie&lt;/strong&gt; nach den Büchern des Moses&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		die &lt;strong&gt;Parapsychologie&lt;/strong&gt;, wie sie von der Wissenschaft erforscht wird&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Aleister Crowleys &lt;strong&gt;Magick&lt;/strong&gt;, nach der jede willentliche Handlung eine magische Handlung ist&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		die &lt;strong&gt;Gebräuche&lt;/strong&gt; primitiver Kulturen zum Regen machen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		die &lt;strong&gt;Sympathiemagie&lt;/strong&gt;, bei der durch Herstellung von Puppen Menschen beeinflusst werden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		alle möglichen Arten von &lt;strong&gt;Hokuspokus&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		usw.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Allgemein versteht man unter Magie Veränderungen, die nicht durch physisches Handeln, sondern durch eine Art intensives &lt;strong&gt;Wünschen&lt;/strong&gt; bewirkt werden. Die Wünsche können an das eigene Unbewusste, wie an Geister oder Götter gerichtet werden. Oft muss der Wunsch durch Einhaltung bestimmter Regeln, durch Rituale, Symbole, Konzentrationen, Imaginationen oder Geschenke bestärkt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p align=&quot;center&quot;&gt;&lt;strong&gt;Magie:&lt;br /&gt;
	Interaktion und Kommunikation&lt;br /&gt;
	 mit inneren unbewussten&lt;br /&gt;
	oder äußeren unsichtbaren&lt;br /&gt;
	Komplexen oder Wesenheiten,&lt;br /&gt;
	die erwünschte oder geforderte Veränderungen&lt;br /&gt;
	bewirken sollen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir werden uns hier nur mit der &lt;strong&gt;Magie von Thelema&lt;/strong&gt; beschäftigen. Das ist die Magie, wie sie im &quot;Liber L vel Legis&quot; beschrieben ist. Bei dieser Magie geht es um Interaktion und Kommunikation mit den Göttern des &quot;Liber L vel Legis&quot;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Da die Götter im Mittelpunkt stehen, und um Verwechslungen zu vermeiden, nennen wir die thelemische Magie: &lt;strong&gt;MagiG&lt;/strong&gt; - mit &quot;&lt;strong&gt;G&lt;/strong&gt;&quot; wie &lt;strong&gt;G&lt;/strong&gt;ötter, mit &quot;&lt;strong&gt;G&lt;/strong&gt;&quot; wie &lt;strong&gt;G&lt;/strong&gt;rube. Hilfe von den Göttern und Absturz in die Grube (Abyss, der Abgrund), sind die beiden Möglichkeiten von MagiG.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Das &quot;Liber L vel Legis&quot; über MagiG&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Im &quot;Liber L vel Legis&quot; findet sich nicht besonders viel über MagiG, dennoch die entscheidenden Informationen:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;II. 7:&lt;/strong&gt; &quot;Ich bin der Magier und der Exorzist. Ich bin die Achse des Rades und der Würfel im Kreis. “Kommet zu mir” ist ein närrisches Wort: denn ich bin es, der geht.&quot;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;II. 8:&lt;/strong&gt; &quot;Wer Heru-pa-kraath angebetet hat, hat mich angebetet; falsch, denn ich bin der Anbeter.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;II. 9:&lt;/strong&gt; &quot;Denket alle daran, daß Existenz reine Freude ist; daß alle Sorgen nur wie Schatten sind; sie vergehen &amp;amp; sind vorbei; doch da ist das, was bleibt.&quot;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;I. 37:&lt;/strong&gt; &quot;Auch die Mantras und die Zauber; das Obeah und das Wanga; die Arbeit des Stabes und die Arbeit des Schwertes; diese soll er lernen und lehren.&quot;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Diese wenigen Verse müssen mit Informationen aus anderen Versen verbunden werden, um alles korrekt zu verstehen. Ich werde das hier nicht im Einzelnen vorführen, sondern nur kurz darstellen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Der MagiGer&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Hadit sagt von sich, dass er der &lt;strong&gt;Magier&lt;/strong&gt; sei. Das ist nach der Weltbeschreibung des &quot;Liber L vel Legis&quot; korrekt und nicht anders möglich. Hadit ist, wie in den obigen Versen gezeigt (&quot;ich bin es, der geht&quot;, &quot;ich bin der Anbeter&quot;) dasjenige in uns, was wahrnimmt, aber eben deshalb selbst nicht wahrgenommen werden kann. Wie das Auge, das sehen, aber nicht sich selbst sehen kann - außer in einem Spiegel. In der mystisch-magischen Tradition wird Hadit oft als das &quot;schweigende Selbst&quot; bezeichnet. Das ist insoweit richtig, als Hadit die Quelle des Redens und Handelns, aber weder die Rede noch das Handeln selbst ist. Genauso wie das Auge die Quelle des Sehens, aber nicht selbst das Sehen ist.&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;II. 2:&lt;/strong&gt; &quot;Kommt! ihr alle und lernt das Geheimnis, das noch nicht enthüllt wurde. Ich, Hadit, bin das Komplement von Nu, meiner Braut. Ich bin nicht ausgedehnt, und Khabs ist der Name meines Hauses.&quot;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;II. 3:&lt;/strong&gt; &quot;In der Sphäre bin ich überall das Zentrum, während sie, der Umfang, nirgendwo gefunden wird.&quot;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;II. 4:&lt;/strong&gt; &quot;Doch sie soll gekannt werden &amp;amp; ich niemals.&quot;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Nuit ist also alles Wahrnehmbare, und jeder Akt der Wahrnehmung ist die &lt;strong&gt;Vereinigung &lt;/strong&gt;von Nuit und Hadit. Was wahrgenommen wird, wird also prinzipiell von Nuit und Hadit gemeinsam bestimmt. In I. 21. spricht Nuit von: &quot;mein Herr Hadit.&quot; Daraus ist zu entnehmen, dass Hadit bestimmt, was wahrgenommen wird, aber natürlich bestimmt Nuit, was überhaupt wahrgenommen werden kann, also die &lt;strong&gt;Möglichkeiten&lt;/strong&gt; der Wahrnehmung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Nun sagt uns das &quot;Liber L vel Legis&quot;: I. 3: &quot;Jeder Mann und jede Frau ist ein Stern.&quot; In Vers II. 2 sagt Hadit: &quot;Khabs ist der Name meines Hauses.&quot; &quot;Khabs&quot; bedeutet im altägyptischen &quot;Stern&quot;. Damit sagt Hadit, dass jeder Mann und jede Frau sein Haus ist. Aber nicht in jedem Menschen bewohnt Hadit sein Haus: II. 56. &quot;... dann, wenn ihr traurig seid, wisset, ich habe euch verlassen.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Das wird geklärt in II. 19. &quot;Soll ein Gott in einem Hunde leben? Nein! nur die Höchsten gehören zu uns. Sie werden jubeln, unsere Erwählten: wer trauert, gehört nicht zu uns.&quot; Im Original steht &quot;&lt;strong&gt;god&lt;/strong&gt;&quot; (Gott) und &quot;&lt;strong&gt;dog&lt;/strong&gt;&quot; (Hund), das &quot;o&quot; bleibt, nur &quot;g&quot; und &quot;d&quot; sind vertauscht. Der Gott ist also das Gegenteil eines Hundes. Klar, der Mensch ist das Wesen zwischen Tier und Gott.&lt;/p&gt;
&lt;p align=&quot;center&quot;&gt;&lt;strong&gt;Soweit sollte erstmal deutlich sein:&lt;br /&gt;
	Nur Menschen, in denen Hadit wohnt, sind der MagiG fähig,&lt;br /&gt;
	denn Hadit ist der Magier.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Die Zutaten für MagiG&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wir hatten oben (I. 37) schon gesehen, was das &quot;Liber L vel Legis&quot; unter MagiG versteht: &quot;Die Mantras und die Zauber; das Obeah und das Wanga; die Arbeit des Stabes und die Arbeit des Schwertes.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Die Sprache&lt;/strong&gt;: Mantras und Zauber sind magiGsche Worte und magiGsche Sprüche (Zaubersprüche).&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Die Handlungen und Gegenstände&lt;/strong&gt;: Obeah und Wanga meint die durch Menschen direkt und aktiv ausgeübte MagiG und die durch Gegenstände (Amulette, Talismane) eher indirekt und passiv wirkende MagiG.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Die richtig eingesetze Kraft&lt;/strong&gt;: Arbeit des Stabes und die Arbeit des Schwertes bezieht sich auf Wille und Vernunft.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Zu beachten ist noch:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;II. 5:&lt;/strong&gt; &quot;Siehe! die Rituale der alten Zeit sind schwarz. Die schlechten sollen verworfen werden; die guten sollen vom Propheten gereinigt werden!&quot;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Das ist eigentlich klar. Weil die alten Rituale auf einer völlig anderen Weltbeschreibung basieren, können sie nicht mehr wie gewünscht funktionieren und werden keine oder &lt;strong&gt;unerwünschte Ergebnisse&lt;/strong&gt; haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Ein weiterer Aspekt ist der Gott, den wir bisher sträflichst - aber wir wollten es ja für &quot;Dummies&quot; machen - vernachlässigt haben: &lt;strong&gt;Ra-Hoor-Khut&lt;/strong&gt;, der Falken-Köpfige Herr des Äons. Er sagt von sich:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;III. 1:&lt;/strong&gt; &quot;Abrahadabra; der Lohn von Ra Hoor Khut.&quot;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;III. 2:&lt;/strong&gt; &quot;Es gibt Spaltung hier im Innern; es gibt ein nicht bekanntes Wort. Rechtschreibung ist veraltet; alles ist nicht etwas. Hütet Euch! Halt! Erhebt den Spruch des Ra-Hoor-Khuit!&quot;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;III. 3:&lt;/strong&gt; &quot;Nun verstehet zuerst, daß ich ein Gott des Krieges und der Rache bin. Ich werde hart mit ihnen verfahren.&quot;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Das Zusammenspiel von Hadit und Nuit erzeugt - wir hatten das bisher vernachlässigt -  &lt;strong&gt;virtuelle Wahrnehmungen&lt;/strong&gt; (unwirkliche, nicht von Menschen wahrnehmbare Formen), die erst durch Ra-Hoor-Khut Wirklichkeit werden. &quot;&lt;strong&gt;Abrahadabra&lt;/strong&gt;&quot; erinnert an das bekannte Zauberwort &quot;Abracadabra&quot;, aber mit Had(it) in der Mitte. Das bedeutet: Hadit, der Wahrnehmende, inmitten von &quot;Abra&quot;,  Wahrnehmungsmöglichkeiten der Nuit. Da nun beides zusammengefügt ist, ergibt sich Wirklichkeit. &quot;Abrahadabra&quot; ist das Zauberwort, welches die Wirklichkeit erschafft, weil Nuit und Hadit vereinigt sind. Das ist der Lohn, den Ra-Hoor-Khut gibt, denn er &lt;u&gt;ist&lt;/u&gt; diese Vereinigung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Der &quot;Spruch&quot; des Ra-Hoor-Khut ist &quot;Abrahadabra&quot; - und die erzeugte Wirklichkeit ist nicht beliebig, sondern jede Wirklichkeit wirkt sich auf nachfolgende Wirklichkeiten (Zukunft) aus. &lt;strong&gt;Wirklichkeit&lt;/strong&gt; hat Konsequenzen, was Ra-Hoor-Khut &quot;Krieg&quot; und &quot;Rache&quot; nennt. Auf physikalischer Ebene erscheinen Konsequenzen als Kausalgesetz von Ursache und Wirkung, aber auf biologischer und psychologischer Ebene ist das etwas komplizierter. Konsequenzen sind jedoch auf jeder Ebene unvermeidbar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Es ist nun extrem wichtig zu beachten, dass Ra-Hoor-Khut nicht nur der &lt;strong&gt;Sohn&lt;/strong&gt;, sondern auch der &lt;strong&gt;Herr&lt;/strong&gt; von Nuit und Hadit ist. Er kann mit seinem &quot;Abrahadabra&quot; nur Wirklichkeit erzeugen, wenn und weil Hadit und Nuit sich vereinigen und damit eine virtuelle Wahrnehmung erzeugen. Aber ohne Ra-Hoor-Khut gäbe es nur eine unzusammenhängende Folge virtueller Wahrnehmungenen. Wirklichkeit werden diese virtuellen Wahrnehmungen erst, wenn Ra-Hoor-Khut sein &quot;Abrahadabra&quot; spricht. Ra-Hoor-Khut ist der Herr des Prozesses der Wirklichkeit und deshalb auch für die Konsequenzen zuständig.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Der Prozess der MagiG&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wenn wir uns an das erinnern, was im vorhergehenden Abschnitt über Ra-Hoor-Khut gesagt wurde, ist klar: MagiG kann den laufenden Konsequenzen weder entgehen, noch sie unterlaufen. Dafür sorgt Ra-Hoor-Khut ausnahmslos: &quot;Ich werde hart mit ihnen verfahren.&quot; Das muss so sein, denn anders würde die Welt zum &lt;strong&gt;Chaos&lt;/strong&gt;, nichts wäre mehr vorhersagbar: Brot könnte statt essbar Gift sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	MagiG muss sich also immer einen Möglichkeitsraum innerhalb des Geflechts der unabänderlichen Konsequenzen verschaffen. Daraus folgt: MagiG braucht &lt;strong&gt;Zeit&lt;/strong&gt;. Das muss nicht viel Zeit sein, manchmal reicht ein Tag oder eine Stunde, manchmal braucht es aber auch mehrere Tage oder, bei extrem unwahrscheinlichen Wünschen, sogar Monate. Daraus folgt, dass durch MagiG vieles, aber nicht alles möglich ist. Darüber muss man sich allerdings keine großen Gedanken machen, weil es gewöhnlich ziemlich offensichtlich ist, was gehen könnte, was schwierig wird und was unmöglich ist (unmöglich ist eigentlich nur das logisch Widersprüchliche).&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Persönliche Voraussetzungen für MagiG&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die entscheidende Frage ist, ob Hadit - der Magier - in einem Menschen wohnt oder nicht. Woran das erkennbar ist, wurde oben beschrieben:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		Die &lt;strong&gt;Erwählten&lt;/strong&gt;: Menschen, in denen Hadit wohnt, haben sich für das Leben entschieden. Ihr Leben blüht und gedeiht. Sie sind glücklich und erfolgreich, freuen sich viel, haben Selbstvertrauen, genießen das Leben und haben Vertrauen in die Welt, die Menschen und das Leben. Typische Äußerung: Wir schaffen das!&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Die &lt;strong&gt;Sklaven&lt;/strong&gt;: Menschen, die Hadit verlassen hat, haben sich (faktisch, auch wenn sie es selbst nicht merken) für den Tod entschieden. Ihr Leben kümmert so dahin. Sie fühlen wenig (schwache Freuden), sind eher unglücklich, häufig besorgt, eher traurig als fröhlich und haben nur wenig bis kein Vertrauen in die Welt, die Menschen und das Leben. Typische Äußerung: Das geht nicht, weil ... die anderen ... die Umstände ...&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Die &lt;strong&gt;Sklaven&lt;/strong&gt; leben in einer Welt, die so ist, wie sie befürchten: Eine kalte, sinnlose Welt mechanischer Ursachen und Wirkungen. Sie sind von allen Göttern verlassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Auch für die &lt;strong&gt;Erwählten&lt;/strong&gt; gibt es weder Heil noch Gnade. Sie sind allein mit den Göttern - im Diesseits. Aber immerhin: Die Erwählten leben durch und durch göttlich - gemeinsam mit den Göttern:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;II. 9:&lt;/strong&gt; &quot;Denket alle daran, daß Existenz reine Freude ist; daß alle Sorgen nur wie Schatten sind; sie vergehen &amp;amp; sind vorbei; doch da ist das, was bleibt.&quot;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Ob ein Mensch Erwählter oder Sklave ist, &lt;strong&gt;entscheidet&lt;/strong&gt; er selbst. Der Erwählte hat sich, durch die Art wie er lebt, &lt;strong&gt;selbst erwählt&lt;/strong&gt;. Der Sklave hat sich, durch die Art wie er lebt, selbst versklavt. Da jeder Mensch selbst über sein Leben entscheidet, kann er das jederzeit &lt;strong&gt;ändern&lt;/strong&gt;: Man muss sich nur für das Leben entscheiden und entsprechend handeln: den Willen aktivieren, die Vernunft konsequent einsetzen und die Verhaltensgewohnheiten entsprechend umstellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Damit haben wir alle Teile zusammen und können loslegen :-)&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Der erste Erfolg mit MagiG&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, kann es losgehen. Das allgemeine Schema ist:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Imagination&lt;/strong&gt;: Den erwünschten Zustand oder das gewünschte Ereignis klar und deutlich in einem emotional ansprechenden Bild vorstellen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Formulierung&lt;/strong&gt;: Den Wunsch klar, deutlich und anschaulich in bildhaften Wörtern formulieren.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Prüfung&lt;/strong&gt;: Zwischen Imagination und Formulierung solange hin und her wechseln, bis beides klar und deutlich ist und sich gut anfühlt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Abschicken&lt;/strong&gt;: Nuit oder Ra-Hoor-Khut anrufen, den Wunsch vortragen, sehr betont und bestimmt &quot;Abrahadabra&quot; rufen - das wars. (Die Bestellung nicht an Hadit schicken, denn er ist es, der sie abschickt.)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Vergessen&lt;/strong&gt;: Nun sollte die Bestellung vergessen werden. Sie ist angekommen, mehr ist nicht zu tun: Man lässt die Götter ihre Arbeit machen ohne sie zu belästigen.&lt;br /&gt;
		&quot;Vergessen&quot; meint nicht den krampfhaften Versuch, nicht an die Bestellung zu denken, das klappt nicht. &quot;Vergessen&quot; meint, sich genausowenig darum zu kümmern, als hätte man bei Amazon ein Buch bestellt und weiß, es wird so schnell wie möglich abgeschickt werden - man sorgt sich nicht darum, denkt nicht dran.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Lieferung verfolgen&lt;/strong&gt;: In der folgenden Zeit muss man darauf achten, ob man irgendeine Intuition hat, irgendetwas erfährt oder irgendetwas geschieht, was mit der Bestellung zusammenhängen könnte. Wenn sich etwas entsprechendes ereignet, muss man darauf reagieren - sonst geht die Lieferung verloren.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Lieferung abholen oder annehmen&lt;/strong&gt;: Irgendwann wird die Lieferung da sein - man sollte das bemerken und sie annehmen.&lt;br /&gt;
		Das ist kein Witz: Ich habe oft genug erlebt, dass Menschen es nicht gemerkt haben, wenn die Lieferung ankam, z. B. weil sie diese in einer anderen Verpackung erwartet hatten.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Die Beschreibung ist etwas allgemein, aber die konkreten Fälle sind so verschieden, dass es genauer nicht geht. Für schwierigere Fälle gibt es ausgefeiltere Verfahren, aber dieser Text ist eine Einführung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Gutes Gelingen wünscht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;MDE&lt;/p&gt;
&lt;hr size=&quot;2&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-taxonomy-vocabulary-4 field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/41&quot;&gt;Einführung&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/35&quot;&gt;Liber L vel Legis&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/36&quot;&gt;Magie&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/24&quot;&gt;Thelema&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-vg-wort-story field-type-text field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://vg06.met.vgwort.de/na/1cee9beb04454700a417324aaf8937b5&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Tue, 19 Jun 2007 18:23:14 +0000</pubDate>
 <dc:creator>MDE</dc:creator>
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 <title>&quot;Liber L vel Legis&quot; für Dummies</title>
 <link>https://www.mde-net.de/liber-l</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&quot;It is as if the soul of ancient Egypt,&lt;br /&gt;
disillusioned in the grave,&lt;br /&gt;
were crying to us in the darkness &quot;down the corridors of time&quot;.&quot;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
(Donald Mackenzie, EGYPTIAN MYTH AND LEGEND)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir beginnen mit einer kurzen Darstellung der Fakten. Wenn dir das alles ein wenig &#039;seltsam&#039; vorkommt, mach dir nichts draus: Es ist ungewöhnlich. Nach der Darstellung der Fakten kommen wir zu den Erläuterungen - dann wird hoffentlich alles klar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vorwarnung&lt;/strong&gt;: Der folgende Text ist eine grobe und vereinfachte Einführung, die viele wichtige Einzelheiten sträflichst vernachlässigt, um für Anfänger verständlich zu sein.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Was ist das &quot;Liber L vel Legis&quot;?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&quot;Liber L vel Legis&quot; bedeutet &quot;Buch L oder des Gesetzes&quot;. Das ist ein Text in &lt;strong&gt;220 Versen&lt;/strong&gt;, welche in &lt;strong&gt;drei Kapitel&lt;/strong&gt; unterteilt sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In jedem der drei Kapitel des Buches spricht Aiwass, der Botschafter der Götter, für eine Gottheit:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Nuit&lt;/strong&gt; - die Göttin, welche der unendliche Raum und die unendlichen Sterne darin ist: Sie steht für Natur und Raum, alles Wahrnehmbare.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Hadit&lt;/strong&gt; - der Gott, welcher der unendlich kleine Punkt unseres Bewusstseins ist: Er steht für Psyche und Zeit, jeder Wahrnehmende.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Ra-Hoor-Khut&lt;/strong&gt; - das gekrönte und erobernde Kind von Nuit und Hadit: Horus. Er ist der initiierende Gott des Horus Äons (Zeitalters) und steht für das Gesetz, welches den Lebens- und Weltprozess bestimmt.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;div&gt;
&lt;table border=&quot;0&quot; cellpadding=&quot;0&quot; cellspacing=&quot;0&quot; style=&quot;margin-bottom:10px; width:80%&quot;&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;
&lt;div&gt;&lt;img alt=&quot;Nuit&#039;s Farben&quot; src=&quot;/files/mde/image/Thelema/Liber_L_vel_Legis_fuer_Dummies/nuit.jpg&quot; style=&quot;height:130px; width:130px&quot; /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Nuit&#039;s&lt;br /&gt;
			Farben&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;div&gt;&lt;img alt=&quot;Hadit&#039;s Farben&quot; src=&quot;/files/mde/image/Thelema/Liber_L_vel_Legis_fuer_Dummies/hadit.jpg&quot; style=&quot;height:130px; width:130px&quot; /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Hadit&#039;s&lt;br /&gt;
			Farben&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;div&gt;&lt;img alt=&quot;Ra-Hoor-Khut&#039;s Farben&quot; src=&quot;/files/mde/image/Thelema/Liber_L_vel_Legis_fuer_Dummies/rhk.jpg&quot; style=&quot;height:130px; width:130px&quot; /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Ra-Hoor-Khut&#039;s&lt;br /&gt;
			Farben&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Das &quot;Liber L vel Legis&quot; verkündet das &lt;strong&gt;Äon des Horus&lt;/strong&gt;, den Anbruch eines anderen Zeitalters der Menschheit. &lt;strong&gt;Kernaussagen&lt;/strong&gt; des Buches sind:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&quot;&lt;strong&gt;Jeder Mann und jede Frau ist ein Stern.&lt;/strong&gt;&quot;: Im Gegensatz zu Christentum, Islam, Buddhismus etc. wird die Gleichheit von Mann und Frau verkündet.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&quot;&lt;strong&gt;Tue was du willst sei das ganze Gesetz.&lt;/strong&gt;&quot;: Im Gegensatz zu allen Religionen soll der Mensch nicht irgendeinem Gott gehorchen, sondern nur seinem eigenen Willen folgen. Dies &quot;sei&quot; - nicht &quot;ist&quot; - Gesetz, weil Freiheit nicht verordnet werden kann.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&quot;&lt;strong&gt;Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen.&lt;/strong&gt;&quot;: Liebe wird hier nicht als Biologie oder emotionaler Zufall verstanden, sondern Liebe ist nur dann vorhanden, wenn sie gewollt ist.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&quot;&lt;strong&gt;Der Tod, o Mensch, ist dir verboten.&lt;/strong&gt;&quot;: Jeder Mensch steht zu jeder Zeit vor der Frage: Leben oder sterben? Das Gesetz des &quot;Liber L vel Legis&quot; verbietet es dem Menschen zu sterben. Da &quot;tue was du willst&quot; das ganze Gesetz sein soll, hat der Mensch kein Recht zu sterben, denn wer tot ist, hat keinen Willen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&quot;&lt;strong&gt;Das Wort des Gesetzes ist Thelema.&lt;/strong&gt;&quot;: &quot;Thelema&quot; ist im Manuskript in griechischen Buchstaben geschrieben und bedeutet &quot;schöpferischer Wille&quot;. Damit ist geklärt, welcher Wille mit &quot;tue was du willst&quot; gemeint ist: Schöpferischer, kreativer, produktiver Wille.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&quot;&lt;strong&gt;Alle Worte sind heilig und alle Propheten wahr.&lt;/strong&gt;&quot;: Das ist die knallharte Absage an jede exklusive Wahrheit, wie sie alle Religionen für sich beanspruchen. Das bedeutet auch, dass die Verse des &quot;Liber L vel Legis&quot; nicht wahrer sind als die Bibel oder der Koran.&lt;br /&gt;
	Der Grund dafür ist, dass es dem Menschen nicht möglich ist, die (absolute) Wahrheit zu erkennen. Das &quot;Liber L vel Legis&quot; verkündet keine Wahrheit, sondern ein Gesetz: Das Gesetz des Lebens. Ein Gesetz des Lebens muss dem Menschen als allererstes zu der Freiheit aufforden, ohne die er nicht einmal überleben kann. Deshalb: Tue was du willst!&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Die Weltbeschreibung des &quot;Liber L vel Legis&quot; wird nach dem &quot;Wort des Gesetzes&quot; &quot;&lt;strong&gt;Thelema&lt;/strong&gt;&quot; genannt. Menschen, die das &quot;Liber L vel Legis&quot; als Grundlage ihres Lebens annehmen, nennen sich Thelemiten.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Wer schrieb das &quot;Liber L vel Legis&quot;?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;table align=&quot;left&quot; border=&quot;0&quot; cellpadding=&quot;0&quot; cellspacing=&quot;0&quot; style=&quot;width:149px&quot;&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;
&lt;div&gt;&lt;img alt=&quot;Aleister Crowley&quot; src=&quot;/files/mde/image/Thelema/Liber_L_vel_Legis_fuer_Dummies/Aleister_Crowley [1].jpg&quot; style=&quot;height:150px; width:125px&quot; /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Aleister Crowley&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;p&gt;Der &#039;Vater&#039; des &quot;Liber L vel Legis&quot; ist &lt;strong&gt;Aleister Crowley&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Edward Alexander Crowley, bekannt als Aleister &lt;strong&gt;Crowley&lt;/strong&gt; (* 12. Oktober 1875 in Leamington Spa, England; † 1. Dezember 1947 in Hastings, England) ist eine der berühmtesten und berüchtigsten Gestalten des 20. Jahrhunderts: Engländer, Mystiker, Magier, Philosoph, Schachspieler, Bergsteiger und vieles mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Jahre &lt;strong&gt;1904&lt;/strong&gt; führte ihn seine Hochzeitsreise nach Kairo. Dort teilte ihm seine Frau Rose mit, dass ein &lt;strong&gt;Botschafter der Götter&lt;/strong&gt; ihn sprechen wolle. Crowley fand das angemessen und stand zur angegeben Zeit mit Papier und Stift ausgerüstet bereit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am &lt;strong&gt;8. 9. und 10. April von 12.00 bis 13.00&lt;/strong&gt; Uhr wurde ihm von Aiwass, einem Gesandten des altägyptischen Gottes Hoor-paar-kraat, ein Text diktiert: Das &lt;strong&gt;Liber L vel Legis&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Crowley hat das &quot;Liber L vel Legis&quot; nach Diktat aufgezeichnet. Er ist - nach eigenen Angaben - nicht der Autor, sondern nur der Überbringer. Es gibt Thelemiten, die Crowley zu einem Propheten und Heiligen stilisieren. Das ist falsch. Jeder Thelemit ist Prophet und heilig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Die Glaubwürdigkeit des &quot;Liber L vel Legis&quot;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nuit sagt in Vers I. 58, sie gebe &quot;Gewißheit, nicht Glauben.&quot; Wir werden später sehen, warum das prinzipiell so ist, hier aber erstmal eine kleine Kostprobe:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;strong&gt;III. 46:&lt;/strong&gt; &quot;Ich bin der Kriegsherr der Vierziger: die Achtziger ducken sich vor mir erniedrigt.&quot;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Das &quot;Liber L vel Legis&quot; hat den &lt;strong&gt;2. Weltkrieg&lt;/strong&gt; (1939 - 1945) schon 1904 - quasi nebenbei - vorhergesagt. In den 80er Jahren (1989) ist dann der &lt;strong&gt;kommunistische Staatenblock&lt;/strong&gt; (UdSSR, Warschauer Pakt) zusammengebrochen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Vers III. 46 wird von Ra-Hoor-Khut gesprochen, der von sich in III. 3 sagt: &quot;Nun verstehet zuerst, daß ich ein Gott des Krieges und der Rache bin.&quot; Das ist er deshalb, weil er der Gott des blühenden und gedeihenden Lebens ist. Er bestraft Verstöße gegen das Urgesetz des Lebens: Tue was du willst!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der 2. Weltkrieg war primär ein Krieg zwischen Nationalsozialismus und Bolschewismus, ein Krieg um &quot;Blut und Boden&quot; und um &lt;strong&gt;Freiheit oder Unfreiheit&lt;/strong&gt;, Individualismus oder Kollektivismus. Also ein Krieg, dessen Kriegsherr nur Ra-Hoor-Khut sein kann. Der kommunistische Staatenblock war eine &lt;strong&gt;Folge des 2. Weltkriegs&lt;/strong&gt;, die bis in die 80er Jahre dauerte. Mit dem Zusammenbruch des Kommunismus 1989 hatte Ra-Hoor-Khut die Feinde der Freiheit &quot;&lt;strong&gt;erniedrigt&lt;/strong&gt;&quot;, also besiegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist schon bemerkenswert, wie hier nicht nur Vorhersagen gemacht wurden, die eintrafen, sondern wie der ursächliche &lt;strong&gt;Zusammenhang von Ereignissen&lt;/strong&gt;, die 40 Jahre auseinanderliegen, bekannt war. Einen &#039;Zufallstreffer&#039; kann man wohl ausschließen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit diesen klaren und eindeutigen Vorhersagen hat das &quot;Liber L vel Legis&quot; gezeigt, dass es aus einem &lt;strong&gt;Wissen jenseits menschlicher Möglichkeiten&lt;/strong&gt; stammt. Ich darf daran erinnern, dass die Vorhersagen aus der Bibel und die entsprechenden Erwartungen der frühen Christen alle &lt;u&gt;nicht &lt;/u&gt;eingetroffen sind - man interpretiert heute noch mit immer wieder neuen Vermutungen daran herum.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie man solche präzisen Vorhersagen bewertet, bleibt jedem selbst überlassen. Jedenfalls hatte es mich, als ich das &quot;Liber L vel Legis&quot; zum ersten Mal las, davon überzeugt, dass hier etwas ganz besonderes vorliegt und ich etwas genauer in das Buch hineinschauen sollte.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Die Elemente der Welt nach dem &quot;Liber L vel Legis&quot;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das &quot;Liber L vel Legis&quot; beschreibt die Welt als Einheit dreier Elemente:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Nuit&lt;/strong&gt;: Raum, alles Wahrnehmbare, Glück (&quot;Doch Ekstase sei dein und Freude der Erde&quot;).&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Hadit&lt;/strong&gt;: Zeit, das Bewusstsein oder alles, was wahrnimmt, Lebensprinzip (&quot;Ich bin Leben und Lebensgeber&quot;).&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Ra-Hoor-Khut&lt;/strong&gt;: Das Gesetz, welches den Raum-zeitlichen Prozess von Wahrnehmung und Wahrnehmendem, also unsere Wirklichkeit, erzeugt. Er ist das florierende (blühende, gedeihende) Leben genauso wie das welkende Leben, weil er die Konsequenz unseres Handelns bestimmt.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Jeder Mensch erlebt die Welt exakt wie hier beschrieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir, als Wahrnehmende nehmen mit unseren Sinnen die Welt wahr. Unser Leben ist ein ständiger Prozess zwischen Wahrnehmung und Wahrgenommenem. Jede stattfindende Wahrnehmung ist eine Vereinigung von Nuit und Hadit, dadurch wird Ra-Hoor-Khut erzeugt, welche aber umgekehrt der Herr von Nuit und Hadit ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Diese drei Elemente sind untrennbar.&lt;br /&gt;
Fällt ein Element weg,&lt;br /&gt;
fallen die beiden anderen Elemente gleichzeitig weg.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und noch einmal: Das entspricht exakt unserer Lebenserfahrung!&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Wer sind die Götter des &quot;Liber L vel Legis&quot;?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es ist vermutlich schon aufgefallen: Die Götter des &quot;Liber L vel Legis&quot; befinden sich nicht in irgendeinem Jenseits der Welt, sie sind &lt;u&gt;in&lt;/u&gt; der Welt: &lt;strong&gt;sie &lt;u&gt;sind&lt;/u&gt; die Welt und Wir&lt;/strong&gt;. Nuit sagt in I. 21: &quot;Ich bin der unendliche Raum und die unendlichen Sterne darin&quot;. Im Original &quot;I am &lt;strong&gt;I&lt;/strong&gt;nfinite &lt;strong&gt;S&lt;/strong&gt;pace, and the &lt;strong&gt;I&lt;/strong&gt;nfinite &lt;strong&gt;S&lt;/strong&gt;tars thereof&quot;; also &lt;strong&gt;ISIS&lt;/strong&gt;, die ägyptische Göttin der Natur. Wenn wir uns mit ISIS beschäftigen, schielen wir der Natur unter die Röcke.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Da Nuit alles Wahrnehmbare ist,&lt;br /&gt;
ist sie alles, was wir sehen, hören, schmecken,&lt;br /&gt;
riechen, empfinden und fühlen,&lt;br /&gt;
sogar unsere Gedanken.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sie sagt: &lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;strong&gt;I. 13:&lt;/strong&gt; &quot;Ich bin über euch und in euch. Meine Ekstase ist in eurer. Meine Freude ist, eure Freude zu sehen.&quot;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Die Götter des &quot;Liber L vel Legis&quot; haben nichts gemein mit dem Gott der Christen, der Juden oder der Moslems. Diese sind von Menschen ausgedachte Götter, und deren Anbeter können Nuit nicht sehen, weil sie die Götter im Jenseits suchen:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;strong&gt;I. 21:&lt;/strong&gt; &quot;Für den Gott &amp;amp; den Anbeter bin ich nichts; sie sehen mich nicht. Sie sind wie auf der Erde; Ich bin Himmel und da ist kein anderer Gott als ich und mein Herr Hadit.&quot;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Man nennt solch eine Gotteskonzeption &quot;&lt;strong&gt;Kosmotheismus&lt;/strong&gt;&quot;. Der Kosmotheismus war die Religion des alten Ägpten, dessen Götter mit dem &quot;Liber L vel Legis&quot; wiedergekehrt sind. Wie könnte es anders sein: Diese Götter &lt;u&gt;sind&lt;/u&gt; die Welt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Welt ist nicht die Schöpfung einer Macht (Schöpfergott), die außerhalb der Welt steht, sondern &lt;strong&gt;alle Göttlichkeit ist &lt;u&gt;in&lt;/u&gt; der Welt&lt;/strong&gt; und damit in uns. Die Welt und &#039;Wir&#039; selbst sind die schaffende und ordnende Macht, die von den Weltreligionen außerhalb der Welt vermutet wird. Es gibt keine Trennung von Natürlichem und Übernatürlichem:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Alles ist natürlich,&lt;br /&gt;
die Götter natürlich desgleichen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Deshalb kann der Thelemit von sich sagen:&lt;br /&gt;
Ich bin durch und durch göttlich.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gilt das dann nicht für alle Menschen? Im Prinzip ja. Aber es ist ein entscheidender Unterschied, ob man das weiß und lebt oder nicht.&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Ein Mann, der weiß, dass er ein Mann ist, kann sich in eine Frau verlieben, sich an Sex erfreuen und Kinder zeugen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Ein Mann, der nicht, weiß, dass er ein Mann ist, kann sich höchstens wundern, was da für Missgeburten mit Beulen auf der Brust rumlaufen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;An dieser Stelle kommt immer die&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Frage&lt;/strong&gt;: Aber warum Götter? Reicht es nicht, wenn man die drei Elemente als Prinzipien versteht?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Antwort&lt;/strong&gt;: Bist du ein Prinzip? Oder bist du bewusstes Leben? Wenn du aber Leben bist, wie können die Elemente, die du bist, nur leblose Prinzipien sein? Ein lebendiges Prinzip aber ist genau was, was Gott genannt wird.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Anders gesagt: Der Mensch besteht aus:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Kopf&lt;/strong&gt; (Hadit): Vernunft und Bewusstsein&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Herz&lt;/strong&gt; (Nuit): Gefühl und Wille&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Hand&lt;/strong&gt; (Ra-Hoor-Khut): Tat und Energie&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Ist eines dieser Elemente nicht lebendig?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nochmal anders:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Wahrnehmungsprozess ist die Vereinigung von Nuit und Hadit, von Wahrnehmendem und Wahrnehmbarem. Wie könnte eine dieser beiden Seiten nicht lebendig sein? Wie könnte sich Lebendiges mit Totem vereinigen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich sind nur alle drei Götter &lt;strong&gt;gemeinsam&lt;/strong&gt; lebendig, Welt, &#039;Wir&#039; - eben: Götter. Getrennt wären sie nicht tot, sondern getrennt voneinander gäbe es nichts mehr, weder uns, noch die Welt, noch die Götter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Götter des &quot;Liber L vel Legis&quot; sind nicht, wie der jüdisch-christliche Gott allmächtig, allgütig und allwissend. Da sie selbst die Welt und &#039;Wir&#039; sind, sind sie selbst - durch uns Menschen - die Macht und die Ohnmacht, das Wissen und das Nicht-Wissen, das Gute und das Böse, die Erleuchtung genauso wie die Verblendung.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Warum haben sich die Götter jetzt offenbart?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Menschen und Götter gehören zusammen. Ohne die Menschen wissen die Götter nicht von sich. Ohne das Wissen von den Göttern sind die Menschen nur orientierungslos herumtorkelnde Zombies.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich möchte hier, obwohl es etwas schwerer verständlich ist, &lt;strong&gt;zwei Philosophen&lt;/strong&gt; zu Worte kommen lassen, denn sie haben die Sachlage unübertroffen beschrieben:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&quot;Der Mensch weiß nur von Gott, insofern Gott im Menschen von sich selbst weiß; dies Wissen ist Selbstbewusstsein Gottes, aber ebenso ein Wissen desselben vom Menschen, und dies Wissen Gottes vom Menschen ist Wissen des Menschen von Gott; der Geist des Menschen, von Gott zu wissen, ist nur der Geist Gottes selbst.&quot; (G.W.F. Hegel)&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Der Philosoph Robert M. Wallace schrieb dazu in der Hegel-Liste:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&quot;Die wahre Unendlichkeit &lt;strong&gt;ist&lt;/strong&gt; ja &#039;nur als Hinausgehen über das Endliche&#039;. Deshalb hat Hegel die[se] Sätze geschrieben, ... Aber wohlgemerkt: nur diese &lt;strong&gt;wahre &lt;/strong&gt;Unendlichkeit (dieser wahre Gott) ist wirklich selbständig, denn die Unendlichkeit die &#039;nichts mit dem Endlichen zu tun hat,&#039; ist durch dieses nichts-zu-tun, d.h, durch sein Verhältnis zum Endlichen, bestimmt, und deshalb weder selbständig noch unendlich. (&#039;Das Fliehen ist keine Befreiung.&#039;) Dieses ist das zentrale Paradoxon der hegelschen Theologie.&quot;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;In diesen Sätzen ist m.E. die zentrale Kritik am Christentum und allen anderen &quot;altäonischen&quot; Religionen - auch den asiatischen - enthalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber warum haben die Götter sich &lt;strong&gt;erst jetzt&lt;/strong&gt; offenbart? In den letzten 2.000 Jahren wurden alle Ungläubigen, also Nicht-Christen, vernichtet. Insbesondere die Anhänger von heidnischen und Natur-Religionen wurden systematisch ausgerottet. Wir erinnern uns: Scheiterhaufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Durch den christlichen Glauben an die Monopolwirtschaft eines jenseitigen Gottes wurde die Erde von Wert und Sinn persilweiß gereinigt. Aller Wert wird im Jenseits vermutet, nichts bleibt für das Diesseits. Die Menschheit ist heute genau da, wo dieser Weg zwangsläufig hinführt: Am Ende, jedes Wertes entleert - überall Nihilismus. Das Christentum hat sich selbst aufgefressen und der Ajatollah von Rom kann nur noch die leergenagten Knochen hüten. Wie Nietzsche feststellt: &quot;Gott ist tot!&quot;, der christliche Gott.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jetzt ist wieder Platz für die Götter!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;War es ein Fehler der Götter, das Christentum zuzulassen? Nein! Das alte Äon war ein notwendiger Entwicklungsschritt der Menschheit. Thelema ist nicht anti-christlich. Thelema ist nach-christlich.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Wahrheit und Gesetz&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wahrheiten sind in &lt;strong&gt;Stein&lt;/strong&gt; gehauen: absolut, unverletzbar, unveränderbar. Gegen Wahrheiten kann man nicht verstoßen. Man kann sich weigern, die Wahrheit anzuerkennen, aber sie bleibt, wie sie ist. Wahrheiten, sagt das &quot;Liber L vel Legis&quot;, sind uninteressant: &quot;Alle Propheten sind wahr&quot;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das &quot;Liber L vel Legis&quot; erklärt uns stattdessen das &lt;strong&gt;Gesetz&lt;/strong&gt;. Gegen Gesetze kann man verstoßen, Gesetze kann man brechen - aber das hat Konsequenzen. Die Konsequenzen sind nicht von der Art mechanischer Ursachen und Wirkungen, sondern von der Art eines Richterspruchs: &quot;ein Gott des Krieges und der Rache&quot;.&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;strong&gt;I. 34:&lt;/strong&gt; &quot;... das Gesetz ist für alle.&quot;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;III. 39:&lt;/strong&gt; &quot;... und jedem Mann und jeder Frau, die du triffst, wäre es auch nur, daß du mit ihnen ißt oder trinkst, sollst du das Gesetz geben. &lt;strong&gt;Dann werden sie die Möglichkeit haben, in diesem Segen zu verweilen oder nicht; es ist kein Unterschied&lt;/strong&gt;. ...&quot;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Jeder Mensch entscheidet selbst, ob er das Gesetz einhält oder es bricht. Diese Wahl trifft jeder Mensch, ob er will oder nicht, durch die Art, wie er lebt. Für das Gesetz macht es &lt;strong&gt;keinen Unterschied&lt;/strong&gt;, wie sich ein Mensch entscheidet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Egal wie man entscheidet, die Entscheidung hat &lt;strong&gt;Konsequenzen&lt;/strong&gt;: Das Gesetz wird - gnadenlos, nur gerecht, wie auch immer - wieder hergestellt. Die Gnade des christlichen Gottes wird ersetzt durch &lt;strong&gt;Gerechtigkeit&lt;/strong&gt;: Jeder bekommt, was er verdient - und jeder entscheidet selbst über seinen Verdienst. Die ultimate Belohnung ist Leben, die Strafe ist immer der Tod.&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Wer ein florierendes Leben lebt, kreativ schafft, Werte erzeugt, wird eben dadurch belohnt: geglücktes und zunehmendes Leben - Leben.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Wer das nicht tut, wer vor sich hin vegetiert, andere Menschen ausplündert, indem er ihnen wegnimmt, was sie erschaffen haben oder bei anderen Menschen schmarotzt, um zu überleben, wird eben dadurch bestraft: trauriges und abnehmendes Leben - Tod.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Die Entscheidung trifft jeder Mensch für sich und allein: Leben oder Tod?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was kannst du jetzt tun?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zur Tagesordnung übergehen?&lt;br /&gt;
Darüber nachdenken, ob du das hier Dargestellte&lt;br /&gt;
 interessant oder überzeugend findest?&lt;br /&gt;
Das &quot;Liber L vel Legis&quot; studieren um mehr zu erfahren?&lt;br /&gt;
Mit der Thelema-Society Kontakt aufnehmen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;http://www.thelema.de&quot;&gt;Thelema-Society&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
Wir leben mit den Göttern.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-taxonomy-vocabulary-4 field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/41&quot;&gt;Einführung&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/35&quot;&gt;Liber L vel Legis&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/24&quot;&gt;Thelema&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/40&quot;&gt;Thelema-Society&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-vg-wort-story field-type-text field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://vg06.met.vgwort.de/na/bf8b28863a9b4beca49adb1471e684c3&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Mon, 18 Jun 2007 19:33:22 +0000</pubDate>
 <dc:creator>MDE</dc:creator>
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 <title>Thelema - die andere Art des Lebens</title>
 <link>https://www.mde-net.de/thelema-leben</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p align=&quot;center&quot;&gt;&quot;&lt;strong&gt;Objectivity is a subject&#039;s delusion that observing can be done without him.&lt;/strong&gt;&quot;&lt;br /&gt;
	(Heinz von Foerster )&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein ungewohnter Ton, ein nicht vertrautes Geräusch, ein nie gehörter Klang  - wir stutzen. Neues, insbesondere neue Gedanken, überfordern zunächst. Jeder neue Gedanke stellt uns vor die Wahl:  Aufmerksamkeit - sich auf die Gefahren des Neuen einlassen? Kritische Distanz - lieber vorsichtig sein? Abkehr - in der Sicherheit des Gewohnten bleiben?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Goethe sagte in dem Gedicht &quot;Vermächtnis&quot;: &quot;Was fruchtbar ist, allein ist wahr&quot;.&lt;/p&gt;
&lt;h2 align=&quot;center&quot;&gt;
	Inhaltsverzeichnis&lt;/h2&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-taxonomy-vocabulary-4 field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/26&quot;&gt;Lebens-Wissen&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/35&quot;&gt;Liber L vel Legis&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/24&quot;&gt;Thelema&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;</description>
 <pubDate>Wed, 23 May 2007 21:00:36 +0000</pubDate>
 <dc:creator>MDE</dc:creator>
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 <title>Thelema als Religion</title>
 <link>https://www.mde-net.de/thelema-religion</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p align=&quot;center&quot;&gt;&lt;strong&gt;Das thelemische Selbst erschafft sich selbst&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der folgende Text ist eine Idee, wie man Thelema als Religion spielen kann. Thelema muß nicht als Religion gespielt werden. Wer es als Religion spielen will, muß nicht nach den hier dargestellten Spielregeln spielen. Wenn Du eigene Spielregeln entwickelt hast, würde ich mich freuen, wenn Du sie mir zukommen läßt. Wir können gern mit Deinen Spielregeln experimentieren.&lt;/p&gt;
&lt;h1&gt;
	Das &quot;Liber L vel Legis&quot;&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;Die Grundlage von Thelema ist ein kleiner Text aus 220 Versen, das &quot;&lt;strong&gt;Liber L vel Legis&lt;/strong&gt;&quot; (Buch L oder des Gesetzes). Der Text wurde 1904 von dem Engländer Aleister Crowley niedergeschrieben. Crowley gibt an, daß er ihm von einem &quot;Botschafter der Götter&quot; diktiert wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Wie dem auch sei, interessant am &quot;Liber L vel Legis&quot; ist, daß der Text einige Besonderheiten aufweist, die für eine moderne Religion paradigmatisch sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Beginnen wir damit uns darüber klar zu werden, wovon wir überhaupt reden. Als &lt;strong&gt;Grundlagen &lt;/strong&gt;der folgenden Ausführungen benutze ich:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		Eine Beobachtungstheorie in Anlehnung an George-Spencer Browns &quot;Laws of Form&quot;.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Die soziologische Systemtheorie wie sie von Niklas Luhmann besonders in &quot;Soziale Systeme&quot; und &quot;Die Gesellschaft der Gesellschaft&quot; entwickelt wurde.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Philosophische Modifikationen von Luhmanns Systemtheorie wie sie von Harry Lehmann in &quot;Die flüchtige Wahrheit der Kunst&quot; entwickelt wurden.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Last but not least: eigene Überlegungen :-)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;h1&gt;
	Wie ist Religion?&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;Religion steht zwischen Philosophie und Kunst. Das Wahre, das Gute und das Schöne sind seit der klassisch-griechischen Philosophie als die Leuchttürme des menschlichen Lebens be-und anerkannt. In außereuropäischen Kulturkreisen haben sich diese drei Sphären nie getrennt. In Europa differenzierten sie sich zu Philosophie, Religion und Kunst aus. Das war ein langer und schmerzhafter Prozeß, denn lange Jahrhunderte kannibalisierte Religion Kunst und Philosopie als ihre Mägde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Religion, Kunst und Philosophie stellen den Menschen in die &lt;strong&gt;Sinn- oder Existenzfrage&lt;/strong&gt;: Wozu existiere ich? Was ist der Sinn meines Lebens? Diese Fragen werden von der Kunst ästhetisch, von der Philosophie begrifflich und von der Religion praktisch bearbeitet. Religion ist für das Gute zuständig und das meint weniger das moralisch Gute, sondern viel mehr das gute Leben im Sinne eines sinnvollen Lebens.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Auf die Sinnfrage gibt es keine Antworten die zeit- oder kulturunabhängig wären. Bei allen Ähnlichkeiten hat jede Kultur und jedes Äon der Menschheitsgeschichte eigene Antworten entwickelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Die moderne Gesellschaft weist eine historisch einmalige Besonderheit auf, durch die neue und bisher unverfügbare Frag-Würdigkeiten bereitgestellt werden: Die &lt;strong&gt;funktionale Differenzierung der Gesellschaft &lt;/strong&gt;in voneinander funktional radikal unabhängige, aber durch Leistungen aufeinander bezogene, Subsysteme. Einerseits die &lt;strong&gt;Funktionssysteme Politik, Wirtschaft und Wissenschaft&lt;/strong&gt;, andererseits die &lt;strong&gt;Reflexionssysteme Philosophie, Kunst, Liebe (Familie, Intimsystem) und Religion&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Die Folge ist, daß die Subsysteme entscheidend höhere Komplexität verarbeiten können als es jemals bisher in der menschlischen Geschichte möglich war.  Hier geht es nicht nur um quantitative Steigerungen, sondern wir können qualitative Veränderung beobachten, welche Anknüpfungen an die alteuropäische Tradition nur noch als Brüche beobachtbar machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Die Funktionssysteme der Gesellschaft haben diesen qualitativen Umsprung in den letzten Jahrhunderten vollzogen. Die Reflexionssysteme hinken, wie man an den Krisen von Kunst, Philosophie, Familie und Religion deutlich sehen kann, weit abgeschlagen hinterher. &quot;Der Mensch lebt nicht vom Brot allein&quot; und die Brotbedürfnisse werden von den Funktionssystemen in nie gekannte Fülle bedient, aber das &#039;Jenseits&#039; des &quot;Brotes&quot; sind die kritischen gesellschaftlichen Funktionen an deren Defiziten die moderne Gesellschaft zerbrechen und scheitern kann. Der permanente Alarmismus der Massenmedien (z. B. Umweltkatastrophen, Familienzerstörung, Verbrechen allerorten usw.) und die Überforderung der Politik in ihrer Problemlösungskompetenz (z. B. bezüglich Familie: Kindererziehung ist Elternsache und das Schlafzimmer ist kein öffentlicher Bereich in dem die Politik etwas zu suchen hätte) sind nur Indizien für die Virulenz dieser Defizite.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Fazit: Wir wissen nicht mehr was Religion ist, können aber die Leerstelle die ihr Ausfallen hinterläßt verorten: Die Lücke zwischen Philosophie und Kunst. Daraus können wir vage beobachten, wie Religion heute funktionieren müßte, welche Funktion sie haben könnte.&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Kunst&lt;/strong&gt;: Die Funktion der Kunst scheint es zu sein, Brüche und Dysfunktionalitäten der Selbstbeschreibung der Gesellschaft - sei es als Kritik oder Alternative -  ästhetisch zu markieren.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Philosophie&lt;/strong&gt;: Die Funktion der Philosophie scheint es zu sein, Brüche und Dysfunktionalitäten der Selbstbschreibung der Gesellschaft begrifflich zu kritisieren und Alternativen begrifflich auszuarbeiten.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Religion&lt;/strong&gt;: Die Funktion der Religion scheint es zu sein Brüche und Dysfunktionalitäten der Selbstbeschreibung der Gesellschaft aufzugreifen und alternative Möglichkeiten des Lebens außerreligiös verfügbar zu machen. Luhmann beschreibt die Funktion der Religion als &quot;Transformation unbestimmter in bestimmte Komplexität&quot;. Was immer das bedeuten mag, die hier beschriebene Funktion der Religion scheint mir, läßt sich als Konkretisierung genau dieser Funktion verstehen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Wenn das so funktioniert, dann hätte &lt;strong&gt;Religion sich von der Kunst ästhetisch anregen und von der Philosophie begrifflich belehren&lt;/strong&gt; zu lassen. Im Spannungsfeld zwischen Ästhetik und (System-) Rationalität läge die Funktion der Religion darin, unter den Bedingungen postmoderner Unübersichtlichkeit dennoch ein &#039;sinnvolles&#039; Leben praktisch zu ermöglichen. Unter &quot;Seelsorge&quot; war eigentlich nie etwas anderes zu verstehen: O Herr, schmeiß Sinn vom Himmel.&lt;/p&gt;
&lt;h1&gt;
	Wie ist eine moderne Religion?&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;Mit &quot;moderne Religion&quot; ist eine Religion gemeint, die Mensch unter den Bedingungen der Postmoderne argumentativ und praktisch vertreten kann - ohne sich lächerlich zu machen. Welche Bedingungen sind das? Darüber belehrt uns, wie oben gezeigt, Philosophie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Das klassische Problem jeder Welterkenntnis lautet: &lt;strong&gt;Wie ist Erkenntnis möglich, obwohl die Erkenntnis keinen von ihr unabhängigen Zugang zur Realität außer ihr hat&lt;/strong&gt;: Menschen sind, genauso wie Glühwürmchen, erkennende Systeme und prinzipiell nicht in der Lage, &quot;zwischen den Bedingungen der Existenz von Realobjekten und den Bedingungen ihrer Erkenntnis zu unterscheiden, weil sie keinen erkenntnisunabhängigen Zugang zu solchen Realobjekten haben.“ (Luhmann 1996, S. 17.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Erkennen wird heute, auf den Spuren von Kant, Spencer-Brown und Niklas Luhmann, als &lt;strong&gt;Operation des Beobachtens, durch Unterscheiden und Bezeichnen&lt;/strong&gt;, verstanden. Wir unterscheiden etwas, z.B. einen Tisch von anderen Möbeln, und bezeichnen das so unterschiedene gleichzeitig als &quot;Tisch&quot;. Wir können nicht wissen was das, was wir beobachten, in &#039;Wirklichkeit&#039; ist. Wir können nur wissen, daß wir so unterscheiden und bezeichnen, also einen Tisch beobachten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Alle Unterscheidungen und Bezeichnungen machen wir selbst. Daraus folgt, daß wir auch den Unterschied zwischen uns und der Außenwelt in uns, also im Bewußtsein, erzeugen. „Die primäre Realität liegt, die Kognition mag auf sich reflektieren, wie sie will, nicht in &quot;der Welt draußen&quot;, sondern in den kognitiven Operationen selbst“. (Luhmann 1996, S. 17f.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Von irgendwelchen Dingen oder Ereignissen in einer &#039;wirklichen&#039; Außenwelt können wir nichts wissen: alles Beobachtbare ist unsere Eigenleistung, unsere Konstruktion durch Beobachtung. Wenn wir etwas als Wahrheit beobachten, dann beobachten wir es als Nicht-Beobachtung bzw. konstruieren ein Konstrukt als Nicht-Konstrukt - und das ist bestenfalls albern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Wir konstruieren unsere Realität jeweils selbst und die Stabilität der Konstrukte, die wir als Realität beobachten, wird durch die Gesellschaft (Kommunikation) gesichert: Wer &#039;falsch&#039; konstruiert kommt in die Psychiatrie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Daraus folgt nicht, daß es keine &#039;wirkliche&#039; Außenwelt gäbe, sondern nur, daß wir nichts darüber wissen können. Das &quot;führt also nicht zu einem ‚Weltverlust&#039;, ... bestreitet nicht, dass es Realität gibt. Aber ... setzt die Welt nicht als Gegenstand, sondern im Sinne der Phänomenologie als Horizont voraus. Also unerreichbar. Und deshalb bleibt keine andere Möglichkeit als: Realität zu konstruieren und eventuell: Beobachter zu beobachten, wie sie Realität konstruieren.“ (Luhmann 1996, S. 18f.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Daraus folgt für eine moderne Religion:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		Der &lt;strong&gt;Verzicht auf Seins-Wahrheiten&lt;/strong&gt; wie z.B.: Die Bibel ist Gottes Wort, Gott existiert, Gott hat die Welt erschaffen, Gottes Sohn ist am Kreuz für uns gestorben, Allah ist der wahre Gott, usw.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Der &lt;strong&gt;Verzicht auf gott- oder naturgegebene moralische Gebote&lt;/strong&gt; der Art: Du sollst .... nicht ehebrechen, den Herrn deinen Gott ehren, nicht abtreiben, Sonntags in die Kirche gehen etc.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Der &lt;strong&gt;Verzicht auf Dogmen&lt;/strong&gt; jeder Art, z.B. der Papst ist unfehlbar, nur in der X-Kirche ist das Heil möglich, usw.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Was man, z. B. als Christ, noch sagen könnte wäre: &quot;Wir konstruieren uns einen Gott als Nicht-Konstruiert.&quot; Natürlich wird das nicht zugegeben, es wäre zu albern. Was dann noch bleibt ist: Augen zu und durch. Natürlich kann man das versuchen - und somit Albernheit durch Verzweiflung ersetzen. Aber kann man Albernheit wirklich durch Verzweiflung entfliehen?&lt;/p&gt;
&lt;h1&gt;
	Wie ist eine moderne Religion möglich?&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt; Aus dem bisherigen ist deutlich geworden, daß eine moderne Religion post-christlich, aber nicht notwendig anti-christlich ist. Das bedeutet, daß wir an einer Epochenwende stehen, einem &lt;strong&gt;Wechsel der Äonen&lt;/strong&gt;, wie er sich letztmals mit dem Aufsteig des Christentums manifestierte. Historisch wird diese Zeit oft als &quot;Achsenzeit&quot; bezeichnet. Das Christentum war post-heidnisch und anti-heidnisch. Anti müssen moderne Religionen nicht notwendig sein, die Notwendigkeit und der  Anspruch auf absolute Wahrheit sind ja nicht nur weggefallen, sondern unmöglich geworden. Aber natürlich, wenn das Christentum sich, wie es bisher immer seine Art war, als Anti gebärdet, bleibt wenig Wahl.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Was gibt es darüber hinaus zu einer modernen Religion zu sagen? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Ich zeige das am Beispiel Thelema, aber es mag andere Möglichkeiten geben. Das &quot;Liber L vel Legis&quot; stellt sich selbst als religiöses Werk vor. Mehr noch, es stellt sich als ein Werk vor, welches eine neue Religion be-gründet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Beginnen wir mit der &lt;strong&gt;Wahrheit&lt;/strong&gt;. In Vers I. 56 steht: &quot;Alle Worte sind heilig und alle Propheten wahr.&quot; Damit ist eigentlich alles klar, aber es geht noch weiter. Thelema versteht sich nicht als ewige Religion, sondern in Vers III. 34 wird das Verfallsdatum verkündet: &quot;... steht dort doch ein unsichtbares Haus, und es wird stehen bis zum Eintritt des Großen Equinox; wenn Hrumachis sich erhebt und der mit dem Doppel-Stab meinen Thron und Platz einnimmt. Ein anderer Prophet wird sich erheben ... ein anderer König wird herrschen; und dem Falkenköpfigen Mystischen Herrn wird nicht länger Segen zufließen!&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Damit ist der erste Test, der Verzicht auf Ewigkeits- und Seins-Wahrheiten, bestanden. Welche Wahrheit Religionen dann noch zukommen kann, insbesondere wenn alle Religionen wahr sein sollen, darauf kommen wir zurück.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Als nächstes die &lt;strong&gt;Moral&lt;/strong&gt;. Vers I. 40: &quot;Tu was du willst sei das ganze Gesetz.&quot; Okay, keine göttlichen Moralvorschriften, der Mensch soll selbst autonom entscheiden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Fragen wir als nächstes&lt;strong&gt; wie Thelema die Welt beobachtet&lt;/strong&gt;. Einige Verse aus dem &quot;Liber L vel Legis&quot;:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	I. 1: &quot;Had! Die Offenbarung der Nuit.&quot;&lt;br /&gt;
	II. 1: &quot;Nu! das Verbergen von Hadit.&quot;&lt;br /&gt;
	II.2: &quot;Ich, Hadit, bin das Komplement von Nu, meiner Braut. Ich bin nicht ausgedehnt, ...&quot;&lt;br /&gt;
	II. 3: &quot;In der Sphäre bin ich überall das Zentrum, während sie, der Umfang, nirgendwo gefunden wird.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Der Text beginnt also mit einer Unterscheidung und bezeichnet die Seiten der Unterscheidung als Nu und Had. Damit klar wird, welche Seite der Unterscheidung gerade beobachtet wird, bekommt die beobachtete Seite ein &quot;it&quot; hinzugefügt: Nu - Nuit, Had - Hadit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Had ist der Beobachter, denn er ist der, der die Nu offenbart. Nu ist das Beobachtete, denn sie verbirgt Had. Folgerichtig ist Had überall das Zentrum, denn er steht im Mittelpunkt des Horizonts der Beobachtung. Außerdem ist Had nicht ausgedehnt, denn der Beobachter, das Bewußtsein, nimmt keinen Raum ein. Nu hingegen ist genauso geschildert wie es Luhmann oben von der Welt sagt, als Horizont.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Da Nu und Had Beobachtetes und Beobachter sind, diese beiden Seiten der Unterscheidung aber vom Beobachter unterschieden und bezeichnet werden, und, wie Luhmann oben sagt, die &quot;primäre Realität ... in den kognitiven Operationen selbst“ liegt, müssen beide Seiten der Unterscheidung im Bewußtsein, also lebendig sein. Aber warum Götter? Weil sie die Welt erschaffen und verändern - traditionell der Job von Göttern - indem sie die Welt  beobachten, also durch unterscheiden und bezeichnen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	In der Bibel, Altes Testament, unterscheidet Gott Himmel und Erde, Wasser und Land und bezeichnet diese. Der Unterschied zu Thelema ist, daß das in der Bibel von einem allmächtigen wahren Herren-Gott getan wird, der etwas anderes als sich selbst unterscheidet und der damit die Welt als wahre Realität aus dem ontologischen Tohu va Bohu, also dem wüsten und leeren Urzustand, erschafft. Beobachter und Beobachtetes sind nicht, wie bei Thelema, komplementär oder, mit den Worten von Spencer-Brown: konditionierte Koproduktion.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Das &quot;Liber L vel Legis&quot; behauptet in I. 2., die &quot;Offenbarung der Nuit&quot; sei &quot;die Entschleierung der Gesellschaft des Himmels&quot; und in I. 3. &quot;Jeder Mann und jede Frau ist ein Stern&quot;. In I. 22 sagt Nuit, sie sei &quot;der Unendliche Raum ... und die Unendlichen Sterne darin.&quot; Damit sagt Nuit, sie sei die menschliche Gesellschaft. Damit haben wir Had als, wie man heute sagt, psychisches System (Bewußtsein) und Nu als soziales System (Kommunikation).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Alles zusammen genommen sieht es so aus, als sei Niklas Luhmanns in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte Theorie sozialer Systeme ein essentieller Teil der Theologie des &quot;Liber L vel Legis&quot;, also eines Textes der 1904 geschrieben wurde. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Ohne hier weiter in die Einzelheiten zu gehen dürfte offensichtlich sein, daß das &quot;Liber L vel Legis&quot; eine Religion begründet die den Rationalitätsansprüchen der modernen Welt vollauf gewachsen ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Bleibt nur die Frage: Wieso ist Thelema eine Religion und nicht vielmehr eine, wenn auch etwas verworren beschriebene, soziologische Theorie?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Damit kommen wir zum wesentlichen Punkt: &lt;strong&gt;Das &quot;Liber L vel Legis&quot; ist ein psychoaktiver Text&lt;/strong&gt;. Es ist ein Text der seine Leser zu Möglichkeiten des Lebens verführt, die jede Theorie anschlußlos hinter sich lassen. Worum es geht, ist die Antwort auf die Frage: Wozu existiere ich? Was ist der Sinn meines Lebens?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Luhmanns Theorie sozialer Systeme ist eine wissenschaftliche Theorie und schließt die Möglichkeit, solche Fragen sinnvoll stellen zu können, kategorisch aus - hier endet also die Möglichkeit einer soziologischen Systemtheorie als thelemische Theologie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Religion wird, laut Luhmann, durch die Unterscheidung Immanenz (die Welt) / Transzendenz (Gott, das Jenseits) und durch die Unterscheidung Glauben / Nicht-Glauben erzeugt. Welcher Seite dieser Unterscheidung ein Ereignis zuzuordnen ist, das entscheiden die Programme (Dogma, Theologie) der einzelnen Religionen jeweils für sich, mit erheblichen Gemeinsamkeiten, wie z.B. Gott, Himmel etc.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Das &quot;Liber L vel Legis&quot; verweigert solch ein religiöses Programm. Es ist ein Text mit Anomalien, Widersprüchen, Paradoxa, also mit &lt;strong&gt;Unbestimmtheitspunkten &lt;/strong&gt;an denen dem Text kein religiöser Sinn mehr abgelesen werden kann. Die Psychoaktivität des Textes liegt genau in den Anomalien, den Rissen des Werkes, den Widersprüchen, also in den Unbestimmtheitspunkten, die einen religiösen Sinn verweigern - weshalb ein thelemisches Dogma unmöglich ist. Die Unbestimmtheitspunkte sind genau die Punkte an denen die thelemische Religion erst entsteht. Thelema bleibt deshalb immer flüssig und lebendig. Das &quot;Liber L vel Legis&quot; kann konstitutionell nie totes Wort werden - zumindest solange es religiös gelesen wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Die Unterscheidung Glauben / Nicht-Glauben kann an den Unbestimmtheitspunkten, also da, wo das &quot;Liber L vel Legis&quot; zur thelemischen Religion wird, nicht mehr geglaubt oder unterschieden werden. Der Text verweist weder auf etwas, das geglaubt werden kann, noch auf etwas, das nicht geglaubt werden kann - und entzieht sich damit dem religiösen Sinn, erzeugt nur Verwirrung und Irritation.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Nehmen wir als Beispiel Vers I. 58. Nu sagt: &quot;Ich gebe unvorstellbare Freuden auf Erden: Gewißheit, nicht Glauben, während des Lebens und nach dem Tod; unsagbaren Frieden, Ruhe, Ekstase; ich verlange auch überhaupt keine Opfer dafür.&quot; Wie soll man &quot;Gewißheit, nicht Glauben&quot; im religiösen Code Glauben / Nicht-Glauben verstehen? Die Unterscheidung kollabiert einfach, die Aussage ist religiös sinnlos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Der Code der Religion wird benutzt um ein vom Religionssystem ausgeschlossenes Drittes zu entdecken: Weder Glauben noch Unglauben. Dadurch wird etwas radikal Neues generiert, das im Sinnzusammenhang des Religionssystem keinen Sinn hat, etwas sinnloses. &lt;strong&gt;Der Leser ist gezwungen, nach dem Sinn des Unsinns zu fragen&lt;/strong&gt;. Die Anomalien des &quot;Liber L vel Legis&quot; sind so strukturiert, daß sie systemintern radikal unbestimmbar bleiben - und stattdessen zur Grenzüberschreitung nötigen, zur Ermittlung eines Sinns jenseits der vorgegebenen Grenzen des Religionssystems. &lt;strong&gt;Sinnlosigkeitsstellen im &quot;Liber L vel Legis&quot; formulieren kein Problem, sie provozieren eine Sinnsuche&lt;/strong&gt;. Das heißt vor allem, daß die Leser des &quot;Liber L vel Legis&quot; gefordert sind, die Sinnzusammenhänge in und zwischen den Versen selbst herzustellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Damit programmiert das &quot;Liber L vel Legis&quot; die thelemische Religion, jeweils zusammen mit seinem Leser, selbst. Thelema ist nicht mehr von vorgegebenen Programmen oder gegebenen Denkmustern abhängig, auf diese beziehbar oder von diesen her verstehbar. Der überschüssige Sinn, der aus der Selbstprogrammierung von Thelema gezogen wird, negiert jenen Sinn, der als Religion (im Religionssystem) verfügbar ist. Hier werden keine Möglichkeiten von Religion aktualisiert, sondern Unmöglichkeiten, die es als religiöse Möglichkeiten erst zu erschließen gilt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Die Selbstprogrammierung von Thelema geschieht im Zwiegespräch zwischen &quot;Liber L vel Legis&quot; und Leser, für jeden Menschen individuell. Thelema ist die Religion des absoluten Individuums: Jeder Thelemit ist thelemischer Papst - und jeder thelemische Papst ist unfehlbar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit stellt sich die Frage ob der Code einer modernen Religion wirklich noch Immanenz / Transzendenz ist, was für die konventionellen Religionen offensichtlich so ist. Immanenz bezeichnet die Welt, Transzendenz das andere der Welt, das Jenseits. Luhmann beschreibt das Problem so:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&quot;Tatsächlich liegt das, glaube ich, an einem Grundproblem, das man auch in der Wissenschaftstheorie findet oder auch in der Wirtschaftstheorie, daß nämlich das Problem der Referenz nach außen hin fraglich geworden ist, daß man also nicht mehr Objekte, Leistungen, wirtschaftlicher, erkenntnismäßiger, künstlerischer Art an einer Entsprechung nach außen hin messen kann, welche Qualität auch immer man dann zusätzlich noch fordert, sondern das ganze Problem in die Differenz von Selbstreferenz und Fremdreferenz verlagert wird; daß es also irgendwie darauf ankommt, nicht nur sich selber, aber auch nicht nur etwas anderes zu bezeichnen, sondern eine Kombination zu finden. Dadurch, daß man selber ist, was man ist, kann man auch gleichzeitig in der Welt sein. Darin sehe ich eine Struktur der modernen Gesellschaft oder eine Struktur der Intellektualität, die die moderne Gesellschaft eigentlich erfordern würde.&quot; (Luhmann - Aus: Bielefelder Stadtblatt vom 30. September, 1990, S.10 Im Gespräch).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn es darum geht, muß der Code der Religion auf beiden Seiten Selbst- und Fremdreferenz verbinden. Das Vorhergehende vorausgesetzt scheint mir &lt;strong&gt;Existentialität / Säkularität &lt;/strong&gt;die religiöse Unterscheidung sehr genau zu treffen. Existentialität betrifft das, was uns existentiell angeht, die Frage: Wozu existiere ich? Säkularität betrifft das Alltägliche des Überlebens als Individuum in der Gesellschaft. Mir scheint, daß es genau darum schon immer ging, wenn von Religion die Rede war. Immanenz / Transzendenz war lediglich eine - für 2000 Jahre plausible - Lösung dieses  Problems, die heute eben nicht mehr  plausibel ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Zweitcodierung der Religion, Glauben / Nicht-Glauben wäre zu ersetzen durch &lt;strong&gt;Gewißheit  / Fragwürdigkeit&lt;/strong&gt;.  Gewißheit betrifft unsere existentiellen Entscheidungen: Wir sind uns unserer existentiellen Entscheidungen sicher. Fragwürdigkeit betrifft das, was uns einer Frage würdig ist - die noch nicht getroffenen oder  wieder in  Frage zu stellenden existentiellen  Entscheidungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man diese Unterscheidungen in den vorhergehenden Text einsetzt, die alten  Unterscheidungen ersetzend,  entfaltet der Text seine eigentliche Aussage.&lt;/p&gt;
&lt;h1&gt;
	Wie ist die Wahrheit von Thelema?&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;Die Wahrheiten von Thelema sind die Möglichkeiten die Thelema erschließt. Wahrheiten in dem Sinne, daß es &lt;strong&gt;wahre Möglichkeiten&lt;/strong&gt; sind, also Möglichkeiten die verwirklicht werden können: &quot;Verwirklicht&quot; bedeutet auch hier immer noch: (als wirklich) beobachtet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Diese Möglichkeiten sind für jeden Menschen einzigartig, denn sie werden in der jeweils individuellen  Sinnsuche eines Lesers mit dem &quot;Liber L vel Legis&quot; zusammen erst erzeugt.&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Wahr&lt;/strong&gt; sind diese Möglichkeiten nur dadurch, daß der jeweilige Leser eine Entscheidung getroffen hat, derer er sich gewiß ist: Er übernimmt die Verantwortung dafür, daß diese Möglichkeiten wahre Möglichkeiten sind, d.h. verwirklicht werden können, indem er darum kämpft sie zu verwirklichen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Gewiß &lt;/strong&gt;werden diese Möglichkeiten als wahre Möglichkeiten nur durch existentielle Entscheidungen, welche durch entsprechende Argumentationen, z.B. wissenschaftliche, historische etc. &#039;Tatsachen&#039;, und Handlungen als &#039;echte&#039; Möglichkeiten &#039;verkauft&#039; werden.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Natürlich sind wahre Möglichkeiten nur zeitweilig wahr: sie sind so lange wahr, wie sie Möglichkeiten sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Wir können daraus ersehen, daß das &quot;Liber L vel Legis&quot; nicht im Normalsinne interpretiert wird, sondern eine angemessene Interpretation erst vorliegt, wenn wahre Möglichkeiten er- oder gefunden wurden. Das trifft für &quot;alle Propheten&quot; zu, deren Wahrheit eben immer schon nur in den wahren Möglichkeiten gegeben war - der Rest sind, wenngleich in früheren Zeiten unvermeidliche, Selbstmißverständnisse.&lt;/p&gt;
&lt;h1&gt;
	Warum Thelema?&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;Weil Du mit und durch Thelema die wahren Möglichkeiten finden kannst, Deinem Leben Sinn zu verschaffen. Alternativen sind mir zur Zeit nicht bekannt, aber wenn Du Alternativen suchst, schaue Dich bei sogenannten Sekten und Psychokulten um. Die traditionellen Amtskirchen sind hoffnungslos obsolete Sedimente.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Prüfe als erstes, ob Du es mit einer &quot;&lt;a href=&quot;/node/3&quot;&gt;Open Religion&lt;/a&gt;&quot; zu tun hast, denn alle Closed Religionen sind kognitive Gefängnisse - und du suchst &lt;u&gt;Deinen&lt;/u&gt; Sinn (Autonomie), nicht einen von außen verordneten Zwangssinn.&lt;/p&gt;
&lt;h1&gt;
	Warum Thelema-Society?&lt;/h1&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		Weil Möglichkeiten gemeinsam besser verwirklicht werden können als einsam, manche Möglichkeiten allein gar nicht bewältigt  werden können.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Weil nur Organisationen fähig sind, die Komplexität und Kontingenz moderner Gesellschaften durch Entscheidungen von unbestimmter in bestimmte Komplexität zu verwandeln. Nur natürliche (Menschen) und juristische Personen (Organisationen) können handeln, aber der einzelne Mensch ist gegenüber der Gesellschaft schwach und machtlos, während Organisationen bessere Möglichkeiten der Einflußnahme und Gestaltung haben.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p align=&quot;center&quot;&gt; &lt;strong&gt;Wozu existiere ich?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Was ist der Sinn meines Lebens?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
	 &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur wenn diese Frag-Würdigkeiten für Dich relevant sind - und &lt;u&gt;nur&lt;/u&gt; dann - kann die Thelema-Society für Dich interessant sein. Frage, Prüfe, Wähle!&lt;/p&gt;
&lt;p align=&quot;center&quot;&gt;&lt;strong&gt;Das Spiel ist gespielt.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Das Ergebnis steht fest.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wahrlich, es hätte anders gespielt werden können.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;hr size=&quot;2&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-taxonomy-vocabulary-4 field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/35&quot;&gt;Liber L vel Legis&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/31&quot;&gt;Religion&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/24&quot;&gt;Thelema&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-vg-wort-story field-type-text field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://vg06.met.vgwort.de/na/9a19a834ab35456d93137e8f3220d6a6&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Mon, 02 Apr 2007 13:03:52 +0000</pubDate>
 <dc:creator>MDE</dc:creator>
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 <title>Wer-wie-was ist Thelema?</title>
 <link>https://www.mde-net.de/thelema</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;h2&gt;
	Thelema Anderwelt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Thelema ist nicht nur neu, sondern anders, deshalb: Ein &lt;strong&gt;Mysterium&lt;/strong&gt;:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		weder-Kunst-noch-nicht-Kunst&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		weder-Religion-noch-nicht-Religion&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		weder-Wirtschaft-noch-nicht-Wirtschaft&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		weder-Politik-noch-nicht-Politik&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		weder-Wissenschaft-noch-nicht-Wissenschaft&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		weder-Familie-noch-nicht-Familie&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		weder-Magie-noch-nicht-Magie&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Man könnte das auch umkehren und sagen: Thelema ist sowohl-Kunst-wie-auch-nicht-Kunst, usw.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alle bisher bekannten sozialen Gebilde kann Thelema weder-sein-noch-nicht-sein oder nur sowohl-sein-wie-auch-nicht-sein. Warum? Weil Thelema nicht nur neu, sondern &lt;strong&gt;anders&lt;/strong&gt; ist: Die alten Unterscheidungen machen keinen Unterschied mehr. Thelema ist:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		weder-wahr-noch-falsch&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		weder-Sein-noch-Schein&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		weder-absolut-noch-relativ&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		weder-subjektiv-noch-objektiv&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Das kann man wiederum umkehren: Thelema ist sowohl-wahr-wie-auch-falsch, usw.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Soll das bedeuten, dass die bisherigen Unterscheidungen und sozialen Gebilde alle falsch sind? Nein! Sie sind weder wahr noch falsch, sie sind &lt;strong&gt;uninteressant&lt;/strong&gt;, nutzlos, witzlos. Thelema schließt nicht als Neues an Altes an, Thelema ist anders: Anderwelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Das Neue ist nur die Fortsetzung des Alten mit anderen Mitteln. Das Neue sucht Lösungen für Morgen in Illusionen von gestern. &lt;strong&gt;Neu ist zu wenig&lt;/strong&gt;. Es geht nur noch anders.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum geht es nur noch anders? Kein Warum! Jedes Warum würde auf die Kritik des Alten hinauslaufen. Es gibt nichts zu kritisieren. Es gibt nur Unterscheidungen, soziale Gebilde, Diskussionen und Verhaltensweisen, die &lt;strong&gt;uninteressant&lt;/strong&gt; geworden sind.&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		Kleine Jungs fahren mit Tretautos, Erwachsene reisen im Düsenjet.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Kleine Mädchen spielen mit der Puppenstube, Frauen leben in einer eigenen Wohnung.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Tretautos und Puppenstuben sind nicht falsch, sie werden nur irgendwann &lt;strong&gt;uninteressant&lt;/strong&gt;. Man vergisst sie einfach, wirft vielleicht noch einen nostalgischen Blick zurück - das wars.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Thelema ist der Bruch und der Abgrund:&lt;/p&gt;
&lt;p align=&quot;center&quot;&gt;&lt;strong&gt;Thelema ist: Ein anderes Äon.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Was ist ein anderes Äon?&lt;/h2&gt;
&lt;table align=&quot;right&quot; border=&quot;0&quot; cellpadding=&quot;0&quot; cellspacing=&quot;0&quot; width=&quot;213&quot;&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;
					&lt;img alt=&quot;Hochkultur Ägypten&quot; height=&quot;121&quot; src=&quot;/files/mde/image/Thelema/Wer_wie_was_ist_Thelema/Beginn_Hochkultur.jpg&quot; width=&quot;189&quot; /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p class=&quot;bildunterschrift&quot;&gt;Ägypten:&lt;br /&gt;
					Entstehung einer Hochkultur&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;p&gt;Ein anderes Zeitalter der Menschheit. Das geschah zum letzten Mal etwa 3000 v. Chr., als die ersten &lt;strong&gt;Hochkulturen&lt;/strong&gt; entstanden. Diese Kulturen verstanden sich selbst als &lt;strong&gt;Ordnung&lt;/strong&gt; und alle Überbleibsel des vorhergehenden Äons als &lt;strong&gt;Chaos&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sie waren nicht eine neue Art des Nomadischen, sondern etwas völlig anderes: Hochkultur. Plötzlich geschahen Ereignisse vorher unbekannter Art, ein totaler Bruch mit der Vergangenheit:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		der erste große Flächenstaat entstand in Ägypten,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Pyramiden wurden gebaut,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		die Schrift wurde entwickelt,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Schreiber verwalteten Wirtschaft und Bevölkerung,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		die Wahrheit wurde erfunden,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		die Menschen gaben sich eine Ordnung, der gegenüber alles vorher nur als Chaos verstanden werden konnte.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Andere Äonen entstehen dann, wenn Menschen aus dem vorhergehenden Äon &lt;strong&gt;herauswachsen&lt;/strong&gt;: vom Tretauto zum Düsenjet. Diese anderen Menschen beginnen, überall auf der Welt das Andere Äon zu &#039;basteln&#039;. Wir nennen sie &lt;strong&gt;Thelemiten&lt;/strong&gt;. Man erkennt sie daran, dass sie sich für die alten Streitigkeiten, Unterscheidungen, Philosophien und sozialen Gebilde nicht mehr interessieren. Sie tasten nach der Anderwelt, die sie im Zwielicht erahnen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Das &quot;Liber L vel Legis&quot;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;table align=&quot;left&quot; border=&quot;0&quot; cellpadding=&quot;0&quot; cellspacing=&quot;0&quot; width=&quot;189&quot;&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;
					&lt;img alt=&quot;Liber L vel Legis - erste Manuskript-Seite&quot; height=&quot;209&quot; src=&quot;/files/mde/image/Thelema/Wer_wie_was_ist_Thelema/LLL_Manuskript.jpg&quot; width=&quot;165&quot; /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p class=&quot;bildunterschrift&quot;&gt;Liber L vel Legis&lt;br /&gt;
					Erste Manuskript-Seite&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;p&gt;Es gibt einige mysteriöse Hinweise auf das Andere Äon: Das &quot;&lt;a href=&quot;http://www.mde-net.de/node/78&quot;&gt;&lt;strong&gt;Liber L vel Legis&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&quot;. Ein kleines Büchlein mit 220 Versen und einer uralten ägyptischen Stele. Es wurde 1904 in Kairo von dem Engländer Aleister Crowley gechannelt. In dem Text wird (1904!) sowohl der 2. Weltkrieg in den 40er Jahren des letzten Jahrhundert, als auch der Zusammenbruch des Sowjetblocks in den 80er Jahren in klaren und eindeutigen Worten vorhergesagt. Das ist zumindest eine Merkwürdigkeit und verleitet dazu, das Buch genauer zu prüfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Der Text ist, wenn man ihn mit der alteuropäischen Vernunft zu verstehen sucht, widersprüchlich und im Ganzen &lt;strong&gt;unverständlich&lt;/strong&gt;. Mit Unterscheidungen wie wahr-falsch, gut-böse, Leben-Tod, Grund-Begründung, etc. gelesen, bleibt er sinnlos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Bei intensivem Studium erweist sich das &quot;Liber L vel Legis&quot; als &lt;strong&gt;psychoaktives &lt;/strong&gt;Kunstwerk: Das Bewußtsein und die Welt verändern sich. Der Text stellt keine Verständnis-Probleme, sondern er verursacht Sinnzusammenbrüche und provoziert Sinnsuche. Die Sinnfindung geschieht durch ein &lt;strong&gt;Spiel&lt;/strong&gt; mit Bedeutungen, welches im Anders-Denken Erfüllung findet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Ausschlaggebend ist das Spiel, denn nur erspielt werden kann das radikal Andere.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Was ist das: Spiel?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Was ist mit Spiel gemeint? Die folgenden Punkte mögen einen ersten Eindruck geben:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		Der &lt;strong&gt;Zweck&lt;/strong&gt; des Spiels ist das Spielen - nichts außerdem..&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Ein durch Spielregeln bestimmtes und nur auf diese Weise zu erreichendes &lt;strong&gt;Spielziel&lt;/strong&gt; wird angestrebt. Das Spielziel zu erreichen, ist mit Anstrengung verbunden, eine Herausforderung muss es sein, damit es Spaß machen kann.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Wer spielt, ist in das Spiel versunken, er ist hineingezogen, er ist so gefesselt, dass er nur mitspielen kann: Er handelt mit &lt;strong&gt;Heiligem Ernst&lt;/strong&gt; - ansonsten ist er ein Spielverderber.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Der Gegenbegriff zu Spiel ist nicht Ernst, sondern &lt;strong&gt;Nichtdabeisein&lt;/strong&gt;. Nichtdrinsein.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Spielen ist emotionale &lt;strong&gt;Intensität&lt;/strong&gt;. Dabeisein ist emotional, Drinsein, Nicht-distanziertsein.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Wie werden die Spieler ins Spiel gezogen? Durch die &lt;strong&gt;Herausforderungen&lt;/strong&gt;, Aufgaben und Regeln, die das Spiel an sie stellt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Die Zeitlichkeit des Spiels ist die des &quot;Dabeiseins für eine Weile&quot;. Spielen hat seine &lt;strong&gt;Eigenzeit&lt;/strong&gt;, erfüllte Zeit statt leerer, die nur zu füllen wäre.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Das Spiel existiert nur im Gespielt-Werden, seine Seinsweise ist die des &lt;strong&gt;Mitspielens&lt;/strong&gt;. Man kann ein Spiel nicht objektiv erfahren, ihm nicht gegenüberstehen, man kann es nur im Dabeisein erfahren - in der Teilnahme am Prozess, nicht im Beobachten des Prozesses oder im Studium der Spielregeln.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Nicht die Spielenden spielen das Spiel, sondern &lt;strong&gt;das Spiel spielt sich selbst&lt;/strong&gt;. Das Spiel bestimmt, was die Spielenden tun. Die Spieler sind für jedes Spiel kontingent (austauschbar). Das Spiel behält seine Identität, auch wenn die Spieler wechseln.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		Spielen ist &lt;strong&gt;Da-sein&lt;/strong&gt;, Wach-bei-sich-sein und In-der-Welt-sein, nicht Weg-sein, nicht Verfallenheit an etwas anderes als Da-sein.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Spiel darf nicht mit Konsum oder Unterhaltung verwechselt werden. Im Spiel geht es um etwas, das erspielt werden muss: Der &lt;strong&gt;Wille zum Erfolg&lt;/strong&gt; gehört zum Spiel und ohne diesen ist es kein Spiel, sondern, vielleicht, Unterhaltung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Aber Spieler kämpfen nicht gegeneinander um den Erfolg, sondern gestalten als &#039;&lt;strong&gt;Brüder&lt;/strong&gt;&#039; gemeinsam das Spiel: Wenn ein Mitspieler etwas essen will, macht man eine Pause. Wer großartig verliert, ist ein besserer Spieler, als wer langweilig gewinnt. Das vollendete Spiel ist ein gemeinsames Werk.&lt;/p&gt;
&lt;p align=&quot;center&quot;&gt;&lt;strong&gt;Ein gespieltes Leben ist ein florierendes Leben.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Genaueres zum Spiel kannst du unter &quot;&lt;a href=&quot;http://www.mde-net.de/node/26&quot;&gt;Was ist ein Spiel&lt;/a&gt;&quot; und &quot;&lt;a href=&quot;http://www.mde-net.de/node/29&quot;&gt;Das Leben spielen&lt;/a&gt;&quot; nachlesen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Das Andere Äon erspielen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;table align=&quot;right&quot; border=&quot;1&quot; cellpadding=&quot;0&quot; cellspacing=&quot;0&quot; style=&quot;border-color: rgb(39, 99, 165); margin: 10px;&quot; width=&quot;130&quot;&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;padding: 8px;&quot;&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;
					&lt;strong&gt;&lt;font size=&quot;5&quot;&gt;Was?&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;&lt;font size=&quot;4&quot;&gt;Nein,&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;&lt;font color=&quot;#2763a5&quot; size=&quot;5&quot;&gt;Wie!&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;&lt;font size=&quot;4&quot;&gt;ist Thelema.&lt;/font&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;p&gt;Was sich ergibt, ist ein erstes Ahnen des Anderen Äons als Äon des Welt-Spiels, des Lebens-Spiels, des Götter-Spiels und des Homo ludens (lat. der spielende Mensch). Der&lt;strong&gt; Homo ludens&lt;/strong&gt; entwickelt durch Spielen seine Fähigkeiten, macht seine Erfahrungen, entdeckt seine Möglichkeiten und erschafft sich dadurch zu dem Anderen, das er ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Da ein neues Äon der Menschheitsgeschichte anfängt, können wir das Mysterium Thelema nicht auflösen, indem wir fragen: &#039;Was&#039; ist Thelema. Das wissen wir, wenn überhaupt, erst am Ende des Äons. Wir müssen deshalb anfangen mit der Frage: &#039;&lt;strong&gt;Wie&lt;/strong&gt;&#039; ist Thelema. Damit fragen wir nach der Funktion von Thelema: Dafür sorgen, dass das Leben als anderes Leben erspielt wird. Wenn das geschieht, wird die Menschheit eine andere sein als vorher, also in einem anderen Äon leben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p align=&quot;center&quot;&gt;&lt;strong&gt;Thelema geschieht,&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;wenn das Leben ge- und erspielt wird.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man kann dieses Spiel z. B. als Religion spielen, aber dann eine Religion ohne Dogma, ohne Glauben, ohne die eine Moral für alle und ohne vorgeschriebene Wahrheiten: &quot;&lt;a href=&quot;http://www.mde-net.de/node/3&quot;&gt;Open Religion&lt;/a&gt;&quot;. Das wäre &lt;strong&gt;Religion als Nicht-Religion&lt;/strong&gt;, eine Art religiöses Experiment: Stabilität durch Wechsel. Ähnlich der Kunst, die nur als Experiment noch Kunst sein kann. Ähnlich der Wissenschaft, die Wissen durch Experimente erzeugt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Was wäre daran noch Religion? Vielleicht die das Spiel leitende Frag-Würdigkeit:&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Wie spiele ich mein Leben?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wenn man Religion &lt;u&gt;spielt&lt;/u&gt;, dann ist dieses Spiel Weder-Religion-noch-nicht-Religion bzw. Sowohl-Religion-wie-auch-nicht-Religion. Es ist eine Art &lt;strong&gt;Religions-Simulation&lt;/strong&gt;. Man kann anders spielen. Vielleicht das Kunst-Spiel, Lebens-Spiel, Wissenschafts-Spiel ... oder einfach ein Spiel - spielen? Wie du willst ...  z. B.:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Kunst-Spiel&lt;/strong&gt;: Wie erspiele ich ein schönes Leben?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Wissenschafts-Spiel&lt;/strong&gt;: Wie erspiele ich ein nützliches Leben?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Wirtschafts-Spiel&lt;/strong&gt;: Wie erspiele ich Wohlstand - und was spiele ich dann damit?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Politik-Spiel&lt;/strong&gt;: Wie erspiele ich ein Leben für die Gemeinschaft?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;Religions-Spiel&lt;/strong&gt;: Wie erspiele ich ein heiliges Leben?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;World of Warcraft&lt;/strong&gt;: Wie erspiele ich mir Reputation bei den Fans?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Wenn Ziele &lt;u&gt;erspielt&lt;/u&gt; werden, entsteht ein radikal anderes Leben, als wenn sie &lt;u&gt;erkämpft&lt;/u&gt; oder &lt;u&gt;erarbeitet&lt;/u&gt; werden. Das Spiel ist offen, es lässt das Unerwartete, das Schöpferische und das Andere zu. Die Spielregeln von Thelema (&quot;Liber L vel Legis&quot;) sind paradox und das Meta-Spiel ist absurd. Deshalb ist Thelema selbst die Andersheit und das neue Äon eine &lt;strong&gt;Anderwelt&lt;/strong&gt; - weshalb es Menschen gibt, die Angst vor Thelema haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Der Kernpunkt der ersten Ahnungen des Anderen Äons muss immer im Fokus bleiben:&lt;/p&gt;
&lt;p align=&quot;center&quot;&gt;&lt;strong&gt;Es geht weder um Wahrheit, Glauben oder Moral,&lt;br /&gt;
	noch um kämpfen oder arbeiten,&lt;br /&gt;
	sondern um Spiel:&lt;br /&gt;
	Chaos, Paradox, Kreativität und Experiment,&lt;br /&gt;
	Spaß, Abenteuer, Glück, Produktivität und Liebe.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn ein Spiel langweilig wird, spielt man ein anderes Spiel. Religion, Kunst, Wissenschaft - alles Spiele, jedes mit seinen eigenen Regeln. Worum es letztlich geht ist: Das Spiel des Lebens! Spannend, geglückt, erfolgreich, liebevoll - wie du willst. Jeder Mensch wählt sein Spiel selbst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Wir spielen und sehen, wie andere Menschen kämpfen und sich abarbeiten! Das gilt für jede Religion und jede Weltanschauung, seien es Juden, Christen, Atheisten, Kommunisten oder Kapitalisten. Sie nehmen sich alle fürchterlich unspielerisch und denken ihre Spielregeln seien heilige und unabänderliche Wahrheiten, von Gott, der Natur oder der Vernunft gegeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Wir Thelemiten, wir Menschen des Anderen Äons, wissen, dass Thelema &lt;u&gt;unser&lt;/u&gt; Geschöpf, &lt;u&gt;unser&lt;/u&gt; Spiel und &lt;u&gt;unsere&lt;/u&gt; Entscheidung ist - und deshalb gestalten wir Thelema nach unserem Willen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Was tun Thelemiten?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wir sagten es schon: Spielen! Nichts als Spielen! Aber: Das Leben &lt;strong&gt;spielen&lt;/strong&gt;! Spielen macht alles anders. Spielen ist das einzige, was getan werden kann, um das Andere Äon zu erschaffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Praktisch:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;erkundet&lt;/strong&gt; ein Thelemit verschiedene Spiele,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;entscheidet&lt;/strong&gt; sich, an welchem Spiel er teilnehmen will,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;setzt&lt;/strong&gt; sich Spielziele und&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		&lt;strong&gt;fängt an&lt;/strong&gt;.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Es ist egal, ob das Wirtschafts-Spiel, das Politik-Spiel, &quot;World of Warcraft&quot; oder sonstwas gespielt wird. Im ersten Fall ist das Spielziel vielleicht eine bestimmte Geldsumme oder ein Jahreseinkommen, in letzterem Fall vielleicht bestimmte Level oder Items. Wenn du das Ziel erreichst, hast du gewonnen, wenn du das Ziel nicht erreichst, egal aus welchem Grund, hast du verloren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Eine kleine Besonderheit: Wir verpflichten uns gewöhnlich zu gewinnen - indem wir eine &lt;strong&gt;Konsequenz&lt;/strong&gt; für den Fall des Verlierens festlegen. Eine Art Wette.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Ein einzelnes Spiel bis zum Erreichen des Ziels nennen wir &lt;strong&gt;Projekt&lt;/strong&gt;. Wenn du dir in der Wirtschaft eine bestimmte Geldsumme erspielen willst, wäre dies ein Projekt und wenn du in &quot;World of Warcraft&quot; ein bestimmtes Level erspielen willst, wäre dies genauso ein Projekt. du kannst an ein Projekt weitere Projekte anschließen, z. B. das erspielte Geld irgendwo investieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Klar ist jedoch eins: Jedes Projekt verbraucht &lt;strong&gt;Lebenszeit&lt;/strong&gt;, ist eine Runde im Spiel des Lebens, also: Wähle wohl.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Die Thelema-Society&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;table align=&quot;left&quot; border=&quot;0&quot; cellpadding=&quot;0&quot; cellspacing=&quot;0&quot; width=&quot;111&quot;&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;
					&lt;img alt=&quot;Zeichen der Thelema-Society&quot; height=&quot;139&quot; src=&quot;/files/mde/image/Thelema/Wer_wie_was_ist_Thelema/ts-zeichen-gold-small.jpg&quot; width=&quot;87&quot; /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;p&gt;Mancher Mensch möchte gern mitspielen, aber weiß nicht, wie er das tun kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mitspielen oder selbst ein Spiel entwerfen? Wie entwirft man ein Spiel? Welche Spiele lohnt es sich mitzuspielen? Fragen, zu denen bei der &lt;a href=&quot;http://www.thelema.de&quot;&gt;Thelema-Society&lt;/a&gt; erfahrene &lt;strong&gt;Gesprächspartner&lt;/strong&gt; zu finden sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Für viele Projekte braucht man bestimmte &lt;strong&gt;Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten&lt;/strong&gt; und manche Projekte kann man allein nicht durchführen. An dieser Stelle kommt die &lt;a href=&quot;http://www.thelema.de&quot;&gt;Thelema-Society&lt;/a&gt; ins Spiel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die &lt;a href=&quot;http://www.thelema.de&quot;&gt;Thelema-Society&lt;/a&gt; ist eine Gemeinschaft von Thelemiten.&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
		Sie organisiert Veranstaltungen zum Erlernen und Einüben von Spielfähigkeiten,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		bringt Thelemiten zu gemeinsamen Projekten zusammen,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
		unterstützt manche Projekte mit Ressourcen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;kurz: Die &lt;a href=&quot;http://www.thelema.de&quot;&gt;Thelema-Society&lt;/a&gt; unterstützt ihre Mitglieder beim Spielen, bei ihren Projekten und bei ihren Wetten.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Warum könntest du dich für die Thelema-Society entscheiden?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Weil wir Thelema für uns selbst machen, um &lt;u&gt;unser&lt;/u&gt; Spiel zu spielen und unsere eigenen Spiele zu unterstützen. Wir machen Thelema nicht für dich oder andere Menschen. Thelema ist &lt;u&gt;unser&lt;/u&gt; Spiel. Wenn du mitmachst, ist es auch dein Spiel. Das Ergebnis des Spiels ist ein Schritt auf dem Weg zum Anderen Äon.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;	Ob du Thelema magst oder nicht, ist für uns unwichtig. Das ist deine Entscheidung. Aber wenn du mitspielst, freuen wir uns, denn jeder weitere Mitspieler optimiert unsere &lt;strong&gt;Spiel-Möglichkeiten&lt;/strong&gt;. Wenn du mitmachst, optimierst du deine Spiel-Möglichkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p align=&quot;center&quot;&gt;&lt;strong&gt;Jeder Mensch trifft seine Wahl:&lt;br /&gt;
	Mit der alten Welt verwehen&lt;br /&gt;
	oder den anderen Morgen sehen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p align=&quot;center&quot;&gt;Bist du Thelemit? &lt;a href=&quot;http://www.thelema.de&quot;&gt;Thelema-Society&lt;/a&gt;!&lt;/p&gt;
&lt;hr size=&quot;2&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;p&gt;Das Wolfs-Rudel ist die effektivste Jagdmaschine der Natur. Es spielt nach den Regeln des Wolf-Credo:&lt;/p&gt;
&lt;h3 align=&quot;center&quot;&gt;
	Das Gesetz der Wölfe&lt;/h3&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;
&lt;table class=&quot;databasic&quot;&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;background-color: rgb(255, 255, 153);&quot;&gt;
					&lt;strong&gt;Respektiere&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
					die Ältesten&lt;/td&gt;
&lt;td style=&quot;background-color: rgb(255, 255, 204);&quot;&gt;
					&lt;strong&gt;Spiele&lt;/strong&gt;,&lt;br /&gt;
					wenn du kannst&lt;/td&gt;
&lt;td style=&quot;background-color: rgb(255, 255, 153);&quot;&gt;
					&lt;strong&gt;Teile&lt;/strong&gt; deine Interessen&lt;/td&gt;
&lt;td style=&quot;background-color: rgb(255, 255, 204);&quot;&gt;
					&lt;strong&gt;Hinterlasse&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
					dein Zeichen&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;background-color: rgb(255, 255, 153);&quot;&gt;
					&lt;strong&gt;Lehre&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
					die Jungen &lt;/td&gt;
&lt;td style=&quot;background-color: rgb(255, 255, 204);&quot;&gt;
					&lt;strong&gt;Jage&lt;/strong&gt;,&lt;br /&gt;
					wenn du musst&lt;/td&gt;
&lt;td style=&quot;background-color: rgb(255, 255, 153);&quot;&gt;
					&lt;strong&gt;Äußere&lt;/strong&gt; deine Gefühle&lt;/td&gt;
&lt;td style=&quot;background-color: rgb(255, 255, 204);&quot;&gt;
					 &lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;background-color: rgb(255, 255, 153);&quot;&gt;
					&lt;strong&gt;Kooperiere&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
					mit dem Rudel&lt;/td&gt;
&lt;td style=&quot;background-color: rgb(255, 255, 204);&quot;&gt;
					&lt;strong&gt;Raste&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
					dazwischen&lt;/td&gt;
&lt;td style=&quot;background-color: rgb(255, 255, 153);&quot;&gt;
					 &lt;/td&gt;
&lt;td style=&quot;background-color: rgb(255, 255, 204);&quot;&gt;
					 &lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;/div&gt;
&lt;table border=&quot;0&quot; cellpadding=&quot;0&quot; cellspacing=&quot;0&quot; style=&quot;margin-bottom: 5px;&quot; width=&quot;100%&quot;&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;
				&lt;img align=&quot;left&quot; alt=&quot;Wolf&quot; height=&quot;149&quot; hspace=&quot;15&quot; src=&quot;/files/mde/image/Wolf304.gif&quot; width=&quot;162&quot; /&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;
&lt;div&gt;
					Die ersten drei Punkte betreffen Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart. Die nächsten drei Punkte betreffen die Prioritäten der Aktivitäten im Rudel. Die nächsten beiden Punkte betreffen die Kommunikation zwischen den Mitgliedern des Rudels. Der letzte Punkt betrifft die Resultate von Aktivitäten des Rudels und seiner Mitglieder.&lt;/div&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;hr size=&quot;2&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-taxonomy-vocabulary-4 field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/35&quot;&gt;Liber L vel Legis&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/24&quot;&gt;Thelema&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/40&quot;&gt;Thelema-Society&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-vg-wort-story field-type-text field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://vg06.met.vgwort.de/na/56a4a603336a443f9f45259cccd40d3a&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Sun, 01 Apr 2007 17:13:16 +0000</pubDate>
 <dc:creator>MDE</dc:creator>
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