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 <title>Michael D. Eschner - Gott</title>
 <link>https://www.mde-net.de/taxonomy/term/30</link>
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 <title>Götterwelten: Über Polytheismus, Monotheismus, Henotheismus usw.</title>
 <link>https://www.mde-net.de/goetterwelten</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;h2&gt;
	Polytheismus und Monotheismus&lt;/h2&gt;
&lt;table align=&quot;right&quot; border=&quot;1&quot; cellpadding=&quot;0&quot; cellspacing=&quot;0&quot; style=&quot;border-color: rgb(39, 99, 165); margin: 10px;&quot; width=&quot;200&quot;&gt;&lt;tbody style=&quot;border-top: 0pt none;&quot;&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;padding: 8px;&quot;&gt;
				[&lt;strong&gt;Pantheon&lt;/strong&gt; (von griechisch &lt;em&gt;pan&lt;/em&gt;, &quot;alle&quot; und &lt;em&gt;theoi&lt;/em&gt;, &quot;Götter&quot;) bezeichnet sowohl ein allen Göttern geweihtes Heiligtum, als auch die Gesamtheit aller Götter einer Religion oder Mythologie.]&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Polytheismus&lt;/strong&gt; (v. griech.: &lt;em&gt;poly&lt;/em&gt; &quot;viel&quot; und &lt;em&gt;theoi &lt;/em&gt; &quot;Götter&quot;) ist religiöse Verehrung einer Vielzahl von Göttern. Beispiele polytheistischer Göttervorstellungen sind z.B. das griechische, germanische und römische Pantheon. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Monotheismus&lt;/strong&gt; ist der Glaube an eine einzige Gottheit, neben der keine weiteren Wesenheiten vergleichbaren Ranges existieren. Beispiele monotheistischer Religioneneligionen sind Judentum, Christentum und Islam.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die meisten Göttervorstellungen des Altertums waren polytheistisch und werden heute gewöhnlich als Mythologie, im Gegensatz zu Religion, bezeichnet. Dazu zählen z. B. die sumerischen und die ägyptischen Götter, das griechische und römische, sowie das germanische und aztekische Pantheon.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur wenige Götterwelten des Altertums waren nicht polytheistisch. Dazu zählen die monotheistischen abrahamitischen Religionen, der dualistische Zoroastrismus, die Mithras-Religion und der Atonismus des Echnaton in Ägypten um 1350 v. Chr., der wohl älteste Monotheismus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unter den heutigen Religionen sind u.a. der Hinduismus und der Shintoismus, Vodoo und einige Formen des Wicca und des Shamanismus polytheistisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Buddhismus wird manchmal auch als Polytheismus eingeordnet, aber die Buddhisten sehen das anders. Einige jüdische und islamische Gelehrte verstehen die christliche Trinitätslehre als Polytheismus, was die Christen deutlich zurückweisen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Philosophische Polytheisten sehen zunehmend die Vielfalt der Götter als Darstellung von Aspekten oder Facetten einer größeren göttlichen Einheit: nicht als persönlichen Gott wie in den monotheistischen Religionen, sondern als eine letzte Realität des Göttlichen, z. B. Brahman im Hinduismus. Moderne neuheidnische Polytheisten folgen häufig diesem Modell.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Henotheismus und Monolatrie&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Vielen strengen Monotheisten gilt bereits die christliche Trinität als Polytheismus. Eine Mittelstellung zwischen Polytheismus und Monotheismus nehmen Henotheismus und Monolatrie ein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Begriff &lt;strong&gt;Henotheismus&lt;/strong&gt; (aus griech.: &lt;em&gt;heis&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;henos&lt;/em&gt; = &quot;ein&quot; und &lt;em&gt;theos&lt;/em&gt; = &quot;Gott&quot;) bezeichnet den Glauben an einen höchsten Gott, was jedoch die Verehrung anderer untergeordneter Götter nicht prinzipiell ausschließt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unter &lt;strong&gt;Monolatrie&lt;/strong&gt; (aus griech.: &lt;em&gt;monos&lt;/em&gt; &quot;einzig&quot; und &lt;em&gt;latreia&lt;/em&gt; &quot;kultische Verehrung&quot;) versteht man die alleinige Verehrung eines einzigen Gottes, wobei die Existenz anderer Götter nicht geleugnet wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dem Alten Testament durfte das Volk Israel nur einen Gott mit Namen Jahwe anbeten, da es mit ihm einen Bund geschlossen hatte, man ging aber zunächst davon aus, daß es noch andere Götter gibt. Diese wurden jedoch mehr und mehr als untergeordnet aufgefaßt und schließlich auf den Rang von Engeln oder Dämonen degradiert bis Moses den Monotheismus einführte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von einem Polytheismus ausgehend kommt es häufig zu einem Henotheismus, der dann über eine Monolatrie im Monotheismus endet.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Idolatrie&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Idolatrie&lt;/strong&gt;, Idololatrie, (aus griech.: &lt;em&gt;eidololatreia&lt;/em&gt;, &quot;Bilderverehrung&quot;, &quot;Bilderanbetung&quot;) bezeichnet den sogenannten &quot;Götzendienst&quot;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Gegenbegriff ist &quot;&lt;strong&gt;Ikonoklasmus&lt;/strong&gt;&quot;, die Bilderzerstörung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für Monotheisten ist der Polytheismus Götzendienst und Sünde, denn für sie kommt alle Macht allein von dem einen und einzigen Gott. Der Vorwurf des Götzendienstes beruht auf dem Absolutheitsanspruch des monotheistischen Gottes. Da ER (von einer Sie wurde nie berichtet) der einzige wahre Gott ist, können alle anderen Götter nur Trugbilder und Götzen sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach polytheistischer Anschauung ist der monotheistische &quot;Gott&quot; bestenfalls der stärkste der Götter, aber nicht allmächtig. Im Gegensatz zu Monotheisten erheben die vielen Götter und Göttinnen eines Polytheisten keinen Absolutheitsanspruch.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;
	Moderne Idolatrie&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Vorgeschichte&lt;/strong&gt;: Das erste Kommunikationsmedium für Menschen waren Bilder (geschlossene, kontinuierliche Bildflächen). Darauf fußt ein vorhistorisches Verständnis von Welt: es gibt keinen linearen Ablauf von Sachverhalten, sondern die Ereignisse wiederholen sich scheinbar ewig wieder und wieder ...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das &lt;strong&gt;geschichtliche Zeitalter&lt;/strong&gt;: Das neue Leitmedium ist die Schrift: durch sie werden lineare Texte erzeugt. Sie werden zur Bedingung eines ebenso linearen Denkens und umgekehrt. Mit dieser Wende etabliert sich das Verstehen von Sachverhalten als Ereignissen in einem historischen und kausalen Ablauf - d.h. ein historisches Bewußtsein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dazu der Kommunikations- und Medienphilosoph Vilém Flusser (* 12. Mai 1920 in Prag, † 27. November 1991):&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&quot;Man spricht diskursiv. Die Syraker wollten, daß man diskursiv schreibt und infolgedessen diskursiv denkt. Sie wollten nicht, daß man bildlich denkt. Sie wollten nicht, daß man flächenhaft denkt. Sie wollten die Fläche durchbrechen. Sie waren ikonoklastisch. Die ganze Bemühung der Schrifterfinder war, die Bilder zu zerstören, nicht zu erklären, sondern wegzuerklären. Die Sprache, die ich niederschreibe, ist nicht die, die ich spreche sondern sie wird von den Buchstaben und den Schreibregeln in Ketten gezwungen. (...) Was die Erfinder der Buchstaben in Wirklichkeit ins Leben gerufen haben, war ein bewußt, zielgemäß lineares Sprechen und daher bewußt und zielgemäß lineares Denken. Dieses Denken heißt &#039;historisches Denken&#039; (...) Es gab vor der Erfindung der Schrift keine Geschichte.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Nachgeschichte &lt;/strong&gt;schließlich ist charakterisiert durch das Entstehen &#039;Technischer Bilder&#039;, diese sind kalkuliert und komputiert und entstammen den Geräteprogrammen von Apparaten (z.B. der Fotokamera). Diese Bilder bestimmen heute unsere Kommunikation. Jedoch sind wir diesen technischen Produkten kognitiv nicht gewachsen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach Flusser müßten wir heute schon nicht mehr linear und historisch, sondern mosaikartig, kalkulatorisch denken - das bedeutet für ihn nachhistorisch.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-taxonomy-vocabulary-4 field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/27&quot;&gt;FAQ&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/30&quot;&gt;Gott&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/31&quot;&gt;Religion&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-vg-wort-buch field-type-text field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://vg06.met.vgwort.de/na/bbbc27a224e7410f85cfc0adce18c157&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Mon, 25 Jun 2007 18:37:00 +0000</pubDate>
 <dc:creator>MDE</dc:creator>
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 <title>Darf man heute noch an Götter glauben?</title>
 <link>https://www.mde-net.de/goetter</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nein, aber man kann sie wissen!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Fragwürdigkeiten&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Für die alten Griechen war die Welt der bewunderte &lt;strong&gt;Kosmos&lt;/strong&gt;: Die schön geordnete Welt. Im Mittelalter war die Welt das &lt;strong&gt;Buch der Natur&lt;/strong&gt;, welches der Mensch lesen konnte, um den göttlichen Schöpfer zu bewundern. Dann kam die wissenschaftliche Denkweise mit der radikalen Trennung von Außenwelt (res extensa) und Innenwelt (res cogitans) und der Abschaffung des Jenseits durch den &lt;strong&gt;Tod Gottes&lt;/strong&gt;. Damit war der Welt jeder Sinn abhanden gekommen: Das Buch der Natur hatte nur noch weiße Seiten, die Seiten waren leer, es gab nichts zu lesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir wissen so viel über die materielle Welt. Aber: Geist hat die Wissenschaft nicht gefunden - wird gesagt. Sicherlich, &lt;strong&gt;Geist&lt;/strong&gt; ist nicht irgendwo da draußen. Geist findet man nur, wenn man in sich hinein blickt. Wie könnte man sein eigenes Bewußtsein übersehen? Aber ist das Bewußtsein wirklich drinnen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man sagt, daß die Natur leblose Materie sei. &lt;strong&gt;Gefühle&lt;/strong&gt; seien nur in uns drin. Merkwürdig. Von den Griechen der Antike wissen wir, daß sie Gefühle als das Atmosphärische außerhalb ihrer selbst lokalisierten. Waren die denn alle blöd? Wieso merkten die denn nicht, daß die Gefühle in &#039;Wirklichkeit&#039; in ihnen drin sind? Oder sind vielleicht wir die Blödmänner und bilden uns nur ein, daß Gefühle drinnen sind, obwohl sie in &#039;Wirklichkeit&#039; doch draußen sind?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die moderne Theorie der Welterkenntnis scheint zur Zeit der &lt;strong&gt;Konstruktivismus&lt;/strong&gt; zu sein. Diese Theorie behauptet, daß wir die &#039;wirkliche&#039; Welt niemals erkennen: Wir konstruieren die Welt. Vor einigen Jahrzehnten war eher der &lt;strong&gt;Realismus&lt;/strong&gt; angesagt. Diese Theorie behauptet, daß die &#039;wirkliche&#039; Welt im wesentlichen so ist, wie sie uns erscheint und es da nicht viel zu konstruieren gäbe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstaunlich ist, daß nur die Frage nach der Konstruktion oder der Realität der Außenwelt gestellt wird. Was ist mit dem &lt;strong&gt;Bewußtsein&lt;/strong&gt;, welches ja die Konstruktionen erschaffen oder die Außenwelt empfangen müßte? Ist das auch konstruiert? Oder ist es real?&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Seltsame Schleifen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das Problem mit dem Bewußtsein sind die &lt;strong&gt;Paradoxa&lt;/strong&gt;, die entstehen, wenn man sich darauf einläßt. Man kann das Bewußtsein nur mit dem Bewußtsein erkennen, weil es das Erkennende ist - aber genau damit kann man es nicht erkennen, weil es selbst das Erkennende ist. Das Auge kann sich immerhin noch selbst sehen, wenn es in einen Spiegel schaut. Aber wie kann es sich sehen - ohne Spiegel?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stellen wir die Frage mal etwas anders: Erzeugt die Innenwelt die Außenwelt oder die Außenwelt die Innenwelt? Wenn zwei sich streiten, freut sich &lt;strong&gt;der Dritte&lt;/strong&gt;. Wie wäre es mit: Sie erzeugen sich gegenseitig? Oder: Außen und Innen sind nur zwei Seiten einer Medaille?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Neurophänomenologe Francisco Varela schreibt (&quot;[ ]&quot; und Hervorhebungen von MDE):&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&quot;Es geht um eine Ko-Konstruktion von Subjekt [Innenwelt] und Objekt [Außenwelt], welche die tradierte logische Geographie einer klaren Trennung von Erkennendem und Erkanntem, Innen- und Außenwelt hinter sich lässt: Da steht nicht, wie dies &lt;strong&gt;Konstruktivisten&lt;/strong&gt; nahe legen, auf der einen Seite ein Subjekt, das sich seine Wirklichkeit auf die von ihm gewünschte Weise konstruiert. Und da existiert keineswegs, wie dies &lt;strong&gt;Realisten&lt;/strong&gt; glauben, auf der anderen Seite ein Objekt, das determiniert, was im Organismus vor sich geht. Meine Auffassung ist, dass sich Subjekt und Objekt gegenseitig bestimmen und bedingen, dass &lt;strong&gt;der Erkennende und das Erkannte in wechselseitiger Abhängigkeit entstehen&lt;/strong&gt;.&quot; (Francisco J. Varela in Pörksen, Bernhard (2001): Abschied vom Absoluten. Gespräche zum Konstruktivismus. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme, S. 117 f.)&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Das ist eine Sichtweise, die unter Philosophen und Wissenschaftlern immer weiter um sich greift. Es geht sogar noch radikaler. Der Philosoph Josef Mitterer will Unterscheidungen wie Erkennender-Erkanntes oder Subjekt-Objekt völlig streichen - und hat dafür überzeugende Gründe: Solche Unterscheidungen führen in &lt;strong&gt;Widersprüche&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun, dann nehmen wir das mal ernst: Wenn Innen und Außen in wechselseitiger Abhängigkeit (man nennt das auch: &lt;strong&gt;konditionierte Koproduktion&lt;/strong&gt;) entstehen, dann heißt das: Innen erzeugt Außen und Außen erzeugt Innen. Oder: Materie erzeugt Geist und Geist erzeugt Materie.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Andere Götter&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Daraus folgt dann zwangsläufig, daß es auf beiden Seiten der Innen / Außen Unterscheidung mindestens etwas geben muß, das Geist und Materie erzeugt: Erzeugendes oder Erzeuger - eine Art kosmischer Vitalität. Genau das ist es, was gewöhnlich Gott oder &lt;strong&gt;Götter&lt;/strong&gt; genannt wird. Natürlich, es kann kein transzendenter oder jenseitiger Gott sein, der ist endgültig tot. Es wären diesseitige oder innerweltliche Götter: &lt;strong&gt;Kosmotheismus&lt;/strong&gt;, die Religion der alten Ägypter. Das sind keine Götter, an die man glauben kann, denn man erlebt sie ständig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Im &quot;&lt;a href=&quot;http://www.mde-net.de/node/78&quot;&gt;&lt;strong&gt;Liber L vel Legis&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&quot; (Buch L oder des Gesetzes) stellen sich solche Götter vor. Es sind Götter aus dem altägyptischen Götterpantheon, also diesseitige Götter, aber in modernem Gewand. Die Welt wird nicht als statisches Sein, sondern als dynamischer Prozeß des Entstehens und Vergehens im Spiel der Götter und Menschen vorgestellt: Die Welt ist das Spiel des Gesetzes - oder der Spielregeln.&lt;br /&gt;
 &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Welt &lt;u&gt;ist&lt;/u&gt; das Gesetz: Die Spielregeln, in denen wir spielen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;Die Götter und wir&quot; src=&quot;/files/mde/image/Allgemeine Themen/Darf_man_heute_noch_an_Goetter_glauben/Goetter_und_wir_Diag.jpg&quot; style=&quot;height:215px; width:498px&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Welt ist Gesetz: Mathematik ist eine Beschreibung der Sprache von Ra-Hoor-Khut. Wissenschaft ist Gottesdienst. Wir Menschen sind &#039;nur&#039; eine Erscheinungsform der Götter: durch und durch göttlich. Verrückt?  Maybe, aber nichts anderes geht mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nein, man kann nicht an Götter glauben.&lt;br /&gt;
Genausowenig wie an Kühlschränke.&lt;br /&gt;
Wir können nicht mehr anders,&lt;br /&gt;
als die Götter zu wissen!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Was ändert sich dadurch?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Alles! Der Mensch als vernünftiges Tier wäre nur eine &lt;strong&gt;Ameise&lt;/strong&gt; in einem gleichgültigen Universum: sinnlos, bedeutungslos, zwecklos. No hope, no chance, no escape!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn wir die Götter wissen, erkennen wir, warum es Menschen gibt. Im Menschen werden die Götter sich ihrer selbst bewußt, nur im Menschen! Es kann keine von sich wissenden Götter geben ohne von sich wissende Tiere: &lt;strong&gt;Menschen&lt;/strong&gt;. Andererseits kann es keine Menschen ohne Götter geben, denn die Götter sind die Gesetze, die Menschen erst ermöglichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ist Sinn und Zweck des Menschen? Die Welt, die Gesamtheit aus Göttern und Menschen, mit unserem göttlichen Willen zu gestalten - und damit uns selbst als Götter und die Götter in uns Menschen zu erschaffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Homo est Deus:&lt;br /&gt;
Der Mensch ist Gott!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-taxonomy-vocabulary-4 field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/41&quot;&gt;Einführung&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/30&quot;&gt;Gott&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/31&quot;&gt;Religion&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-vg-wort-story field-type-text field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://vg06.met.vgwort.de/na/f697142fd6734e3b9356d3d8e59fac20&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Thu, 21 Jun 2007 13:36:58 +0000</pubDate>
 <dc:creator>MDE</dc:creator>
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