Unwetter auf Gottes Befehl

Spiegel-Online brachte heute einen Artikel: Bischöfe halten Unwetter für Strafe Gottes. Zitat Anfang:

Die Wassermassen, die vorige Woche in weiten Teilen von England und Wales schwere Verwüstungen anrichteten, sind nach Ansicht mehrerer führender Bischöfe der Kirche von England ein Resultat der unmoralischen Lebensweise der Menschen. Der "Sunday Telegraph" zitiert einen Bischof mit den Worten, Gott habe den Sturm als Antwort auf den Bedeutungsverlust der Ehe und die gesetzliche Anerkennung homosexueller Partnerschaften gesandt. ...

Graham Dow, der Bischof von Carlisle, sagte laut "Telegraph", die Flut sei nicht nur ein Zeichen für mangelnden Respekt gegenüber der Natur, sondern auch eines für den moralischen Verfall der Gesellschaft. ...

Der Bischof von Liverpool, James Jones, hält Umweltkatastrophen ebenfalls für eine Warnung Gottes. "Wenn wir verdorben leben, wird das Konsequenzen haben." Die Menschen seien selbst dafür verantwortlich, und "Gott setzt uns der Wahrheit darüber aus, was wir angerichtet haben", sagte er. "Nun ernten wir, was wir gesät haben."

Zitat Ende

Selbst wenn man mal von den Prämissen, die diese Bischöfe voraussetzen, ausgeht, hört sich das nach einem ziemlich bekloppten Gott an. Sind die Menschen in Wales so viel schlechter als die Menschen in Berlin, München oder Moskau, daß sie eine Sonderstrafe benötigen? Warum nur alle paar Jahre eine kleine "Sintflut", warum nicht nach jeder Sünde? Wir wissen doch, daß Feedback am besten wirkt, wenn es direkt nach der 'Tat' folgt.

Als 'Erziehungsmaßnahme' sind Naturkatastrophen ungeeignet, weil zu unspezifisch. Was ein Gott damit beabsichtigen könnte, bleibt unklar - und so ganz nebenbei noch einige Leute killen, wirft kein besonders plausibles Licht auf die 'Güte' und 'Gerechtigkeit' dieses Gottes. Hört sich eher nach einem wild gewordenen Wetter-Elemental an.

Wahrscheinlicher ist es wohl, daß da einige Bischöfe versuchen, wenigstens die Dümmsten ihrer Gläubigen zur Sicherung der Gehälter der 'Kirchenfürsten' zu retten. Aber wenn sie schon zu solchen Mitteln greifen müssen ...


 

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Kommentare

..... werden auch bald Drückerkolonnen von Priestern und Pastoren,  damit hausieren gehen.

Als Aussendienstler, sage ich nur :"es wird immer schwerer an das Geld anderer Leute zu kommen".      ;-)

 

Liebe Grüsse

Dhaharana

Na ja, die Zeugen Jehovas haben mit Drückerkolonnen schon einige Erfahrung - da können die anderen Religionen in die Lehre gehen :-)

..... und wenn die es ganz schlau anstellen, die Jehovas,nehmen sie auch noch Geld dafür.

So als "Aussendienstakademie".  Vielleicht noch eine Marktlücke. Aber immer noch besser als die Glaubensgemeindschaften, die Ihre Jünger zu Gewaltexzessen drillen.

Es lebe die religiöse Marktwirtschaft !!!