"Liber L vel Legis" für Dummies
![]() Aleister Crowley
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"It is as if the soul of ancient Egypt,
disillusioned in the grave,
were crying to us in the darkness "down the corridors of time"."
(Donald Mackenzie, EGYPTIAN MYTH AND LEGEND)
Wir beginnen mit einer kurzen Darstellung der Fakten. Wenn dir das alles ein wenig 'seltsam' vorkommt, mach dir nichts draus: Es ist ungewöhnlich. Nach der Darstellung der Fakten kommen wir zu den Erläuterungen - dann wird hoffentlich alles klar.
Vorwarnung: Der folgende Text ist eine grobe und vereinfachte Einführung, die viele wichtige Einzelheiten sträflichst vernachlässigt, um für Anfänger verständlich zu sein.
Was ist das "Liber L vel Legis"?
"Liber L vel Legis" bedeutet "Buch L oder des Gesetzes". Das ist ein Text in 220 Versen, welche in drei Kapitel unterteilt sind.
In jedem der drei Kapitel des Buches spricht Aiwass, der Botschafter der Götter, für eine Gottheit:
- Nuit - die Göttin, welche der unendliche Raum und die unendlichen Sterne darin ist: Sie steht für Natur und Raum, alles Wahrnehmbare.
- Hadit - der Gott, welcher der unendlich kleine Punkt unseres Bewusstseins ist: Er steht für Psyche und Zeit, jeder Wahrnehmende.
- Ra-Hoor-Khut - das gekrönte und erobernde Kind von Nuit und Hadit: Horus. Er ist der initiierende Gott des Horus Äons (Zeitalters) und steht für das Gesetz, welches den Lebens- und Weltprozess bestimmt.
![]() Nuit's |
![]() Hadit's |
![]() Ra-Hoor-Khut's |
Das "Liber L vel Legis" verkündet das Äon des Horus, den Anbruch eines anderen Zeitalters der Menschheit. Kernaussagen des Buches sind:
- "Jeder Mann und jede Frau ist ein Stern.": Im Gegensatz zu Christentum, Islam, Buddhismus etc. wird die Gleichheit von Mann und Frau verkündet.
- "Tue was du willst sei das ganze Gesetz.": Im Gegensatz zu allen Religionen soll der Mensch nicht irgendeinem Gott gehorchen, sondern nur seinem eigenen Willen folgen. Dies "sei" - nicht "ist" - Gesetz, weil Freiheit nicht verordnet werden kann.
- "Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen.": Liebe wird hier nicht als Biologie oder emotionaler Zufall verstanden, sondern Liebe ist nur dann vorhanden, wenn sie gewollt ist.
- "Der Tod, o Mensch, ist dir verboten.": Jeder Mensch steht zu jeder Zeit vor der Frage: Leben oder sterben? Das Gesetz des "Liber L vel Legis" verbietet es dem Menschen zu sterben. Da "tue was du willst" das ganze Gesetz sein soll, hat der Mensch kein Recht zu sterben, denn wer tot ist, hat keinen Willen.
- "Das Wort des Gesetzes ist Thelema.": "Thelema" ist im Manuskript in griechischen Buchstaben geschrieben und bedeutet "schöpferischer Wille". Damit ist geklärt, welcher Wille mit "tue was du willst" gemeint ist: Schöpferischer, kreativer, produktiver Wille.
- "Alle Worte sind heilig und alle Propheten wahr.": Das ist die knallharte Absage an jede exklusive Wahrheit, wie sie alle Religionen für sich beanspruchen. Das bedeutet auch, dass die Verse des "Liber L vel Legis" nicht wahrer sind als die Bibel oder der Koran.
Der Grund dafür ist, dass es dem Menschen nicht möglich ist, die (absolute) Wahrheit zu erkennen. Das "Liber L vel Legis" verkündet keine Wahrheit, sondern ein Gesetz: Das Gesetz des Lebens. Ein Gesetz des Lebens muss dem Menschen als allererstes zu der Freiheit aufforden, ohne die er nicht einmal überleben kann. Deshalb: Tue was du willst!
Die Weltbeschreibung des "Liber L vel Legis" wird nach dem "Wort des Gesetzes" "Thelema" genannt. Menschen, die das "Liber L vel Legis" als Grundlage ihres Lebens annehmen, nennen sich Thelemiten.
Wer schrieb das "Liber L vel Legis"?
![]() Aleister Crowley |
Der 'Vater' des "Liber L vel Legis" ist Aleister Crowley.
Edward Alexander Crowley, bekannt als Aleister Crowley (* 12. Oktober 1875 in Leamington Spa, England; † 1. Dezember 1947 in Hastings, New England, USA) ist eine der berühmtesten und berüchtigsten Gestalten des 20. Jahrhunderts: Engländer, Mystiker, Magier, Philosoph, Schachspieler, Bergsteiger und vieles mehr.
Im Jahre 1904 führte ihn seine Hochzeitsreise nach Kairo. Dort teilte ihm seine Frau Rose mit, dass ein Botschafter der Götter ihn sprechen wolle. Crowley fand das angemessen und stand zur angegeben Zeit mit Papier und Stift ausgerüstet bereit.
Am 8. 9. und 10. April von 12.00 bis 13.00 Uhr wurde ihm von Aiwass, einem Gesandten des altägyptischen Gottes Hoor-paar-kraat, ein Text diktiert: Das Liber L vel Legis.
Crowley hat das "Liber L vel Legis" nach Diktat aufgezeichnet. Er ist - nach eigenen Angaben - nicht der Autor, sondern nur der Überbringer. Es gibt Thelemiten, die Crowley zu einem Propheten und Heiligen stilisieren. Das ist falsch. Jeder Thelemit ist Prophet und heilig.
Die Glaubwürdigkeit des "Liber L vel Legis"
Nuit sagt in Vers I. 58, sie gebe "Gewißheit, nicht Glauben." Wir werden später sehen, warum das prinzipiell so ist, hier aber erstmal eine kleine Kostprobe:
- III. 46: "Ich bin der Kriegsherr der Vierziger: die Achtziger ducken sich vor mir erniedrigt."
Das "Liber L vel Legis" hat den 2. Weltkrieg (1939 - 1945) schon 1904 - quasi nebenbei - vorhergesagt. In den 80er Jahren (1989) ist dann der kommunistische Staatenblock (UdSSR, Warschauer Pakt) zusammengebrochen.
Der Vers III. 46 wird von Ra-Hoor-Khut gesprochen, der von sich in III. 3 sagt: "Nun verstehet zuerst, daß ich ein Gott des Krieges und der Rache bin." Das ist er deshalb, weil er der Gott des blühenden und gedeihenden Lebens ist. Er bestraft Verstöße gegen das Urgesetz des Lebens: Tue was du willst!
Der 2. Weltkrieg war primär ein Krieg zwischen Nationalsozialismus und Bolschewismus, ein Krieg um "Blut und Boden" und um Freiheit oder Unfreiheit, Individualismus oder Kollektivismus. Also ein Krieg, dessen Kriegsherr nur Ra-Hoor-Khut sein kann. Der kommunistische Staatenblock war eine Folge des 2. Weltkriegs, die bis in die 80er Jahre dauerte. Mit dem Zusammenbruch des Kommunismus 1989 hatte Ra-Hoor-Khut die Feinde der Freiheit "erniedrigt", also besiegt.
Es ist schon bemerkenswert, wie hier nicht nur Vorhersagen gemacht wurden, die eintrafen, sondern wie der ursächliche Zusammenhang von Ereignissen, die 40 Jahre auseinanderliegen, bekannt war. Einen 'Zufallstreffer' kann man wohl ausschließen.
Mit diesen klaren und eindeutigen Vorhersagen hat das "Liber L vel Legis" gezeigt, dass es aus einem Wissen jenseits menschlicher Möglichkeiten stammt. Ich darf daran erinnern, dass die Vorhersagen aus der Bibel und die entsprechenden Erwartungen der frühen Christen alle nicht eingetroffen sind - man interpretiert heute noch mit immer wieder neuen Vermutungen daran herum.
Wie man solche präzisen Vorhersagen bewertet, bleibt jedem selbst überlassen. Jedenfalls hatte es mich, als ich das "Liber L vel Legis" zum ersten Mal las, davon überzeugt, dass hier etwas ganz besonderes vorliegt und ich etwas genauer in das Buch hineinschauen sollte.
Die Elemente der Welt nach dem "Liber L vel Legis"
Das "Liber L vel Legis" beschreibt die Welt als Einheit dreier Elemente:
- Nuit: Raum, alles Wahrnehmbare, Glück ("Doch Ekstase sei dein und Freude der Erde").
- Hadit: Zeit, das Bewusstsein oder alles, was wahrnimmt, Lebensprinzip ("Ich bin Leben und Lebensgeber").
- Ra-Hoor-Khut: Das Gesetz, welches den Raum-zeitlichen Prozess von Wahrnehmung und Wahrnehmendem, also unsere Wirklichkeit, erzeugt. Er ist das florierende (blühende, gedeihende) Leben genauso wie das welkende Leben, weil er die Konsequenz unseres Handelns bestimmt.
Jeder Mensch erlebt die Welt exakt wie hier beschrieben.
Wir, als Wahrnehmende nehmen mit unseren Sinnen die Welt wahr. Unser Leben ist ein ständiger Prozess zwischen Wahrnehmung und Wahrgenommenem. Jede stattfindende Wahrnehmung ist eine Vereinigung von Nuit und Hadit, dadurch wird Ra-Hoor-Khut erzeugt, welche aber umgekehrt der Herr von Nuit und Hadit ist.
Diese drei Elemente sind untrennbar.
Fällt ein Element weg,
fallen die beiden anderen Elemente gleichzeitig weg.
Und noch einmal: Das entspricht exakt unserer Lebenserfahrung!
Wer sind die Götter des "Liber L vel Legis"?
Es ist vermutlich schon aufgefallen: Die Götter des "Liber L vel Legis" befinden sich nicht in irgendeinem Jenseits der Welt, sie sind in der Welt: sie sind die Welt und Wir. Nuit sagt in I. 21: "Ich bin der unendliche Raum und die unendlichen Sterne darin". Im Original "I am Infinite Space, and the Infinite Stars thereof"; also ISIS, die ägyptische Göttin der Natur. Wenn wir uns mit ISIS beschäftigen, schielen wir der Natur unter die Röcke.
Da Nuit alles Wahrnehmbare ist,
ist sie alles, was wir sehen, hören, schmecken,
riechen, empfinden und fühlen,
sogar unsere Gedanken.
Sie sagt:
- I. 13: "Ich bin über euch und in euch. Meine Ekstase ist in eurer. Meine Freude ist, eure Freude zu sehen."
Die Götter des "Liber L vel Legis" haben nichts gemein mit dem Gott der Christen, der Juden oder der Moslems. Diese sind von Menschen ausgedachte Götter, und deren Anbeter können Nuit nicht sehen, weil sie die Götter im Jenseits suchen:
- I. 21: "Für den Gott & den Anbeter bin ich nichts; sie sehen mich nicht. Sie sind wie auf der Erde; Ich bin Himmel und da ist kein anderer Gott als ich und mein Herr Hadit."
Man nennt solch eine Gotteskonzeption "Kosmotheismus". Der Kosmotheismus war die Religion des alten Ägpten, dessen Götter mit dem "Liber L vel Legis" wiedergekehrt sind. Wie könnte es anders sein: Diese Götter sind die Welt!
Die Welt ist nicht die Schöpfung einer Macht (Schöpfergott), die außerhalb der Welt steht, sondern alle Göttlichkeit ist in der Welt und damit in uns. Die Welt und 'Wir' selbst sind die schaffende und ordnende Macht, die von den Weltreligionen außerhalb der Welt vermutet wird. Es gibt keine Trennung von Natürlichem und Übernatürlichem:
Alles ist natürlich,
die Götter natürlich desgleichen.
Deshalb kann der Thelemit von sich sagen:
Ich bin durch und durch göttlich.
Gilt das dann nicht für alle Menschen? Im Prinzip ja. Aber es ist ein entscheidender Unterschied, ob man das weiß und lebt oder nicht.
- Ein Mann, der weiß, dass er ein Mann ist, kann sich in eine Frau verlieben, sich an Sex erfreuen und Kinder zeugen.
- Ein Mann, der nicht, weiß, dass er ein Mann ist, kann sich höchstens wundern, was da für Missgeburten mit Beulen auf der Brust rumlaufen.
An dieser Stelle kommt immer die
- Frage: Aber warum Götter? Reicht es nicht, wenn man die drei Elemente als Prinzipien versteht?
- Antwort: Bist du ein Prinzip? Oder bist du bewusstes Leben? Wenn du aber Leben bist, wie können die Elemente, die du bist, nur leblose Prinzipien sein? Ein lebendiges Prinzip aber ist genau was, was Gott genannt wird.
Anders gesagt: Der Mensch besteht aus:
- Kopf (Hadit): Vernunft und Bewusstsein
- Herz (Nuit): Gefühl und Wille
- Hand (Ra-Hoor-Khut): Tat und Energie
Ist eines dieser Elemente nicht lebendig?
Nochmal anders:
Der Wahrnehmungsprozess ist die Vereinigung von Nuit und Hadit, von Wahrnehmendem und Wahrnehmbarem. Wie könnte eine dieser beiden Seiten nicht lebendig sein? Wie könnte sich Lebendiges mit Totem vereinigen?
Natürlich sind nur alle drei Götter gemeinsam lebendig, Welt, 'Wir' - eben: Götter. Getrennt wären sie nicht tot, sondern getrennt voneinander gäbe es nichts mehr, weder uns, noch die Welt, noch die Götter.
Die Götter des "Liber L vel Legis" sind nicht, wie der jüdisch-christliche Gott allmächtig, allgütig und allwissend. Da sie selbst die Welt und 'Wir' sind, sind sie selbst - durch uns Menschen - die Macht und die Ohnmacht, das Wissen und das Nicht-Wissen, das Gute und das Böse, die Erleuchtung genauso wie die Verblendung.
Warum haben sich die Götter jetzt offenbart?
Menschen und Götter gehören zusammen. Ohne die Menschen wissen die Götter nicht von sich. Ohne das Wissen von den Göttern sind die Menschen nur orientierungslos herumtorkelnde Zombies.
Ich möchte hier, obwohl es etwas schwerer verständlich ist, zwei Philosophen zu Worte kommen lassen, denn sie haben die Sachlage unübertroffen beschrieben:
"Der Mensch weiß nur von Gott, insofern Gott im Menschen von sich selbst weiß; dies Wissen ist Selbstbewusstsein Gottes, aber ebenso ein Wissen desselben vom Menschen, und dies Wissen Gottes vom Menschen ist Wissen des Menschen von Gott; der Geist des Menschen, von Gott zu wissen, ist nur der Geist Gottes selbst." (G.W.F. Hegel)
Der Philosoph Robert M. Wallace schrieb dazu in der Hegel-Liste:
"Die wahre Unendlichkeit ist ja 'nur als Hinausgehen über das Endliche'. Deshalb hat Hegel die[se] Sätze geschrieben, ... Aber wohlgemerkt: nur diese wahre Unendlichkeit (dieser wahre Gott) ist wirklich selbständig, denn die Unendlichkeit die 'nichts mit dem Endlichen zu tun hat,' ist durch dieses nichts-zu-tun, d.h, durch sein Verhältnis zum Endlichen, bestimmt, und deshalb weder selbständig noch unendlich. ('Das Fliehen ist keine Befreiung.') Dieses ist das zentrale Paradoxon der hegelschen Theologie."
In diesen Sätzen ist m.E. die zentrale Kritik am Christentum und allen anderen "altäonischen" Religionen - auch den asiatischen - enthalten.
Aber warum haben die Götter sich erst jetzt offenbart? In den letzten 2.000 Jahren wurden alle Ungläubigen, also Nicht-Christen, vernichtet. Insbesondere die Anhänger von heidnischen und Natur-Religionen wurden systematisch ausgerottet. Wir erinnern uns: Scheiterhaufen.
Durch den christlichen Glauben an die Monopolwirtschaft eines jenseitigen Gottes wurde die Erde von Wert und Sinn persilweiß gereinigt. Aller Wert wird im Jenseits vermutet, nichts bleibt für das Diesseits. Die Menschheit ist heute genau da, wo dieser Weg zwangsläufig hinführt: Am Ende, jedes Wertes entleert - überall Nihilismus. Das Christentum hat sich selbst aufgefressen und der Ajatollah von Rom kann nur noch die leergenagten Knochen hüten. Wie Nietzsche feststellt: "Gott ist tot!", der christliche Gott.
Jetzt ist wieder Platz für die Götter!
War es ein Fehler der Götter, das Christentum zuzulassen? Nein! Das alte Äon war ein notwendiger Entwicklungsschritt der Menschheit. Thelema ist nicht anti-christlich. Thelema ist nach-christlich.
Wahrheit und Gesetz
Wahrheiten sind in Stein gehauen: absolut, unverletzbar, unveränderbar. Gegen Wahrheiten kann man nicht verstoßen. Man kann sich weigern, die Wahrheit anzuerkennen, aber sie bleibt, wie sie ist. Wahrheiten, sagt das "Liber L vel Legis", sind uninteressant: "Alle Propheten sind wahr".
Das "Liber L vel Legis" erklärt uns stattdessen das Gesetz. Gegen Gesetze kann man verstoßen, Gesetze kann man brechen - aber das hat Konsequenzen. Die Konsequenzen sind nicht von der Art mechanischer Ursachen und Wirkungen, sondern von der Art eines Richterspruchs: "ein Gott des Krieges und der Rache".
- I. 34: "... das Gesetz ist für alle."
- III. 39: "... und jedem Mann und jeder Frau, die du triffst, wäre es auch nur, daß du mit ihnen ißt oder trinkst, sollst du das Gesetz geben. Dann werden sie die Möglichkeit haben, in diesem Segen zu verweilen oder nicht; es ist kein Unterschied. ..."
Jeder Mensch entscheidet selbst, ob er das Gesetz einhält oder es bricht. Diese Wahl trifft jeder Mensch, ob er will oder nicht, durch die Art, wie er lebt. Für das Gesetz macht es keinen Unterschied, wie sich ein Mensch entscheidet.
Egal wie man entscheidet, die Entscheidung hat Konsequenzen: Das Gesetz wird - gnadenlos, nur gerecht, wie auch immer - wieder hergestellt. Die Gnade des christlichen Gottes wird ersetzt durch Gerechtigkeit: Jeder bekommt, was er verdient - und jeder entscheidet selbst über seinen Verdienst. Die ultimate Belohnung ist Leben, die Strafe ist immer der Tod.
- Wer ein florierendes Leben lebt, kreativ schafft, Werte erzeugt, wird eben dadurch belohnt: geglücktes und zunehmendes Leben - Leben.
- Wer das nicht tut, wer vor sich hin vegetiert, andere Menschen ausplündert, indem er ihnen wegnimmt, was sie erschaffen haben oder bei anderen Menschen schmarotzt, um zu überleben, wird eben dadurch bestraft: trauriges und abnehmendes Leben - Tod.
Die Entscheidung trifft jeder Mensch für sich und allein: Leben oder Tod?
Was kannst du jetzt tun?
Zur Tagesordnung übergehen?
Darüber nachdenken, ob du das hier Dargestellte
interessant oder überzeugend findest?
Das "Liber L vel Legis" studieren um mehr zu erfahren?
Mit der Thelema-Society Kontakt aufnehmen?
Thelema-Society:
Wir leben mit den Göttern.
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Kommentare
Gnosis und Agnosis
Hallo MDE,
zunächst sei erstmal die Prämisse aufgestellt, dass ich außer der Gewissheit über mich selbst nichts weiß. Die von Marx-Gläubigern aufgestellten Modelle Materialismus und Idealismus sind so in sich stimmige Modelle, dass man entweder das eine oder das andere annehmen kann. Aber bewiesen ist weder das eine noch das andere Modelle. Selbst die von Dir aufgestellte Symbiose dieser beiden Modelle, dass sie sich gegenseitig bedingen, sind zwar interessante Modelle, aber für mich noch nicht hinreichend bewiesen.
Die Wechselseitigkeit ist für mich Erfahrung undfällt somit ins Spektrum "Gnosis". ;-)
Liebe Grüße,
Martin