Konsequenzen - das andere Leben als Thelemit

  • Du hast weder Probleme mit Wahrheiten, noch mit Routine und auch nicht mit Veränderungen, denn dein Leben ist Change-Management.
  • Du hast keine Probleme mit Langeweile und musst deine Zeit nicht mehr mit billiger Unterhaltung strapazieren, denn du bist ständig schöpferisch ausgelastet mit deinem Mission-Spiel.
  • Du brauchst dich mit anderen Menschen nicht mehr streiten. Eure verschiedenen Beschreibungen sind keine statischen Positionen, sondern alternative Beschreibungen, also verschiedene Werkzeuge. Jeder prüft, was für ihn brauchbar ist. Wer etwas findet, ändert seine Beschreibungen. Mehr gibt es nicht zu tun.
  • Menschen verbringen ihre Lebenszeit (nicht immer ausschließlich) als:
    • Entrepreneure - sie schaffen zielorientiert (werden nach Ergebnis bezahlt) und stellen selbst Projekte auf die Beine.
    • Mitläufer bis Mitmacher - sie spielen zielorientiert und in Projekten eines Entrepreneurs mit.
    • Zeitarbeiter - sie arbeiten zeitorientiert (werden nach Zeitaufwand bezahlt) in irgendwelchen Projekten.
    • Almosenempfänger - sie leben auf Kosten anderer Menschen ohne Gegenleistung.
    • Und Du: Tue was du willst. Erfolg ist dein Beweis.
  • Andere Menschen sind Mitspieler, Zuschauer, Lieferanten alternativer Beschreibungen oder uninteressant. Dadurch ersparst du dir unnützes Gerede und bleibst bei dem, was dir wichtig ist.
  • Du wirst für andere Menschen immer interessanter, weil du immer wieder neue Lebenserfahrungen machst, Problemlösungen eine deiner einfachsten Übungen ist und Kreativität dein Nomalzustand. Allerdings werden manche Menschen dich genau deshalb ablehnen - sie sind kein Verlust.

Eine sehr interessante Folgerung aus den vorhergehenden Kapiteln ist die Wiederanknüpfung an den Polytheismus, d.h. die Wiederaufnahme der multiplen Perspektiven des polytheistischen Zeitalters. Natürlich ist das keine einfache Rückkehr, wir sind ja durch das Zeitalter der einen Wahrheit hindurchgegangen. Die Wiederaufnahme der altägyptischen, kosmotheistischen (die Welt ist nicht nur Schöpfung, sondern Erscheinungsform des Göttlichen) Weltbeschreibung wäre eine reflektierte Rückkehr. Wie ein Mensch, der im mittleren Lebensalter in die Heimat seiner Kindheit zurückkehrt.

Wie sieht der Kosmotheismus der Pharaonenzeit aus dieser Perspektive aus? Hat uns solch eine Weltbeschreibung wieder etwas zu sagen? Was?

  • Vielleicht beschreiben wir die Natur als intentional, denn schließlich sind wir Menschen Natur.
  • Vielleicht beschreiben wir uns als die sich ihrer selbst bewusst gewordene Natur.
  • Vielleicht erschaffen wir dadurch, seit 3000 Jahren erstmals wieder, neue Götter und Göttinnen - nicht im Jenseits, sondern als kosmische Existenz.
  • Vielleicht erfinden wir die Magie, das Obeah und das Wanga, wieder neu.
  • Vielleicht wird Liebe das einzige Gesetz, Liebe unter Willen.
  • Vielleicht lernen wir uns als Wesen beschreiben, denen der Tod verboten ist.

Wir können die ganze Geschichte der Menschheit und aller Kulturen auf der Suche nach alternativen Beschreibungen durchstreifen. Wir können mit allen diesen Beschreibungen spielen. Vielleicht ergeben sich ganz neue Spiele, Feste und Kulte - und wir erkennen uns als ganz anders, als wir zu sein meinten.

Wir haben eine großartige Zukunft,
wenn das unser Wille ist,
wenn wir die Zukunft in unsere eigenen Hände nehmen
und nach unserem Willen gestalten.
Thelema!