Kampfsaufen

Wir wissen ja warum ständig irgendwelche Leute irgendwelche anderen Leute umbringen: Computerspiele sind an allem schuld!

Heute wurde Moni, die Tochter meiner Freundin Erika, mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Als Erika mir das heulend erzählte schloß ich messerscharf und erwiderte:

"Ah, ein Kampfsauf-Computerspiel. Sofort die Festplatte löschen. Computer wegschließen, besser: vernichten. Anmelden bei einem Resozialisierungskurs für sozial verwahrloste Computerkids. Wir brauchen neue Strafgesetze gegen Computer ...".

"Bist du bekloppt", fragte Erika, "Moni interessiert sich nicht die Bohne für Computer." Verwirrt schaute ich sie an: "Ja, aber wieso ...?". "Es stand in der Zeitung", sagte Erika. "Ich fand in ihrem Zimmer auf dem Tisch einen Artikel über die neue Mode des Kampfsaufens bei Jugendlichen."

Ah, na dann ...

Ich fordere ein neues Gesetz: Verbot aller Zeitungen!

Alternativ: Zeitungen können bleiben - aber alle Zeitungsartikel müssen vor der Veröffentlichung von der Jugendschutzbehörde eine Altersfreigabe erhalten.

Nieder mit den Gewaltjournalisten!


 

Kommentare

Aufklärung tut not!!!!

Verbieten??? Ja was denn??? 

Tagesschau, weil die Wirklichkeit so brutal ist?  Die Bibel, das blutrünstigste Buch???,

Objektive Medien, die die Wahrheit verbreiten?? Also diese  Geschichten in den Untergrund drücken, anstatt aufzuklären, wie damit richtig umgegangen wird! Wenn ich was hasse, dann ist es sinnlose Polemik, die sich profilieren will ohne sachlichen Hintergrund. Mit Verbieten erreichen wir gar nichts außer die Kriminalisierung von Leuten, die gar keine Kriminellen sind.

Hätte ich vielleicht dazu schreiben sollen, daß meine Verbotsforderungen ironisch gemeint sind?

Achtung Missverständnis!!!

Natürlich habe ich die Ironie verstanden. Darum : Mehr erlauben und mehr aufklären!

....und nicht irgendwelchen Politikern und Scheinheiligen mit Scheinheiligenschein hinterherlaufen. Darum sind wir ja einer Meinung. Dass die Straßenpresse natürlich einen Haufen Mist schreibt, wissen wir ja zur Genüge.